Kritik an Prozessdauer

von Redaktion

Zum Bericht „Münchens schwarzer Tag“, Bayernteil:

Ziemlich genau vor einem Jahr ist der 24-jährige Farad N. mit dem Auto absichtlich in einen Demonstrationszug von Verdi gefahren, um aus religiösen Motiven möglichst viele Menschen zu töten. Zwei Menschen starben, 44 wurden teilweise schwer verletzt. Da keine Zweifel am Täter und seinem Motiv bestehen, müsste man eigentlich meinen, der Prozess müsste mit einem oder zwei Verhandlungstagen abgeschlossen werden. Weit gefehlt. Es wurden 38 Verhandlungstage angesetzt. Der Prozess dauert sage und schreibe bis zum 25. Juni. Für mich stellt sich die Frage: Haben unsere Juristen bei uns völlige Narrenfreiheit? Gerichtsentscheidungen bei vollkommen klarer Sachlage dürften nicht sinnlos in die Länge gezogen werden, zumal die Kosten vom Steuerzahler getragen werden müssen.

Josef Strasser

Niederbergkirchen

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