Es gibt dringendere Probleme als Pandabären

von Redaktion

Zum Bericht „Der Panda-Pakt für München“ (Bayernteil):

20 Millionen Euro für zwei Pandabären, wo hinten und vorne das Geld fehlt. Was alles könnte man für dieses Geld machen? Schulen, Lehrer, Straßen, Brücken… Wann kommen noch Koalas, Kängurus und Co.? Mir reicht der Circus Krone.

Franz Oberberger

Frasdorf

Jeder Sozialhilfeempfänger, jeder verzweifelt nach bezahlbarem Wohnraum Suchender, jeder auf die Tafeln angewiesene, arme Rentner, also alle, die nicht wissen, wie sie über die Runden kommen sollen, bekommen beim Lesen dieses Artikels wieder einmal mitgeteilt, dass vieles im eigenen Land auch im idyllischen Freistaat Bayern wichtiger ist als das Wohlergehen der Bewohner.

Wie erklärt man sich sonst die Investition von 18 Millionen Euro für die Anlage, 500.000 bis eine Million Euro pro Jahr? Abgesehen davon, dass sich diese Tiere auch bei noch so „artgerechter“ Haltung nie wirklich wohlfühlen werden. Es wird jedenfalls ein enormer Aufwand betrieben, um die Besucherzahlen im Park in die Höhe zu treiben.

Wenn wir im eigenen Land keine gravierenden finanziellen Probleme hätten, könnte man ja noch über Sinn oder Unsinn dieser Aktion streiten, aber es hakt an allen Ecken bei einem Teil der Bevölkerung. Was man mit diesem Geld alles finanzieren könnte, darauf brauche ich wohl nicht extra hinzuweisen. Jedem von uns würde da sicher was Sinnvolleres einfallen. An Luxus sollte erst gedacht werden, wenn die Grundbedürfnisse des ganzen Volkes gestillt sind. Diese Einstellung findet man aber bei unseren Regierungen schon lange nicht mehr.

Maria Heiss

Au

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