Zum Bericht „Mercosur auf der Kippe“ (Politikteil):
Da sieht man wieder die Scheinheiligkeit der Grünen und der Linken. Wie haben sie sich aufgeregt über die Abstimmung im Bundestag für den Migrations-Antrag mit der AfD. Aber jetzt stimmen sie mit der AfD gegen die Arbeitsplätze in Europa. Auch wenn die Bauern vielleicht teilweise berechtigte Sorgen haben, die ja auch berücksichtigt werden, sind sie auf die Kaufkraft der Arbeiter angewiesen. Ohne Arbeit werden sie auch bei den Lebensmitteln sparen. Damit ist niemandem geholfen – außer vielleicht Trump und den rechten Volksverhetzern der AfD. Glückwunsch an Linke und Grüne.
Reinhard Huber
Grassau
Ein Handelsabkommen mit südamerikanischen Mercosurstaaten steht auf der Kippe. Das Europaparlament hat eine Überprüfung am Europäischen Gerichtshof gefordert. Warum haben Linke und Grüne im EU-Parlament zusammen mit den sogenannten „Rechten“ für einen vorläufigen Stopp des Abkommens gesorgt? Gerade diese Links-Parteien sind ja ansonsten die entschiedensten Verfechter der „Brandmauer“. So sind sie die Wegbereiter für eine Zusammenarbeit von CDU/CSU mit der AfD.
Wenn vernünftige Ziele nur mit Zustimmung von – ansonsten – politischen Gegnern erreicht werden können, muss es doch möglich sein, Dogmen beiseite zu schieben.
Wohin die „Scheuklappen-Politik“ der vergangenen Jahrzehnte geführt hat, zeigt uns vor allem Donald Trump tagtäglich. Er ist es auch, der gnadenlos das anspricht, was bei uns nicht gesagt werden darf.
Europa und vor allem Deutschland sind zu einer „Lachnummer“ verkommen. Deutsche Sozialleistungen werden gerne genommen, aber unser Einfluss in der Welt ist – gelinde gesagt – sehr begrenzt. Schönredner haben Hochkonjunktur. Wenn Lüge zur Wahrheit und Wahrheit zur Lüge erklärt wird, werden alle Schleusen für Totalitarismus geöffnet.
Gerhard Mania
Neumarkt-St.Veit
Auf unserem Hof züchten wir seit 35 Jahren Fleischrinder. Unsere Tiere sind fast ganzjährig auf der Weide, im Winter im Laufstall mit Freigang – und zählen daher zu den unter zehn Prozent der in Deutschland nicht im Stall gemästeten Rinder. Der Großteil der Rinder wird ganzjährig im Stall gehalten. Das Futter besteht in der Regel aus heimischen Silomais und Sojaschrot aus Nord- oder Südamerika.
Streng genommen ist dadurch das in Deutschland erzeugte Fleisch zum Teil auch Exportfleisch. Wenn man bedenkt, dass man 14 Kilo Sojafutter braucht, um ein Kilo Rindfleisch zu erzeugen, wäre es ökologisch sicher sinnvoller, 100 Tonnen Rindfleisch über den Atlantik zu schippern, als 1.400 Tonnen Sojafutter, das sich ja bei uns nicht in Luft auflöst, sondern letztendlich als importierte Überdüngung zu Grundwasserproblemen führt.
Den Bauern sollten für die Vorteile, die die Autobauer und die Industrie durch Mercosur bekommen, keine Nachteile entstehen und deshalb finanziell ausgeglichen werden. Aber sie sollten bei der Wahrheit bleiben! Das Schlechtmachen des südamerikanischen Fleisches ist aus meiner Sicht nur eine Schutzbehauptung. Ich kenne fast jedes Land in Südamerika und habe mit eigenen Augen gesehen, dass dort die Tiere fast ausschließlich auf riesengroßen Weiden gehalten werden.
Laut Statistik werden 83 Prozent nur mit Grasmast auf Weiden erzeugt. Nur 17 Prozent kommen für 90 bis 120 Tage zur Endmast in Stallhaltung, die dort allerdings „Feedlots“ heißen, ein anderer Name für Stallhaltung. Auch die Angst vor mehr Rückständen ist Panikmache. Lebensmittelimporte, die in die EU kommen, werden auf Rückstände kontrolliert. Und die Südamerikaner werden sicher nicht so blöd sein und sich ihr Geschäft selber kaputtmachen.
Hans Fritz
Bad Endorf
Wer zu Hause wegen nachgewiesener Unfähigkeit zu absolut nichts zu gebrauchen ist, wird seit Jahren nach Brüssel geschickt. Die auf Kosten der Steuerzahler rundum vollalimentierte EU-Krabbelgruppe ist nur noch eine peinliche politische Lachnummer.
Dr. Franz Heistracher
Bad Reichenhall