Lieber Straßen als E-Autos fördern

von Redaktion

Zum Bericht „Bis zu 6.000 Euro fürs E-Auto“ (Politikteil):

Die geplante Förderung halte ich für eine unnötige Steuerverschwendung. Die Elektromobilität ist inzwischen weitgehend konkurrenzfähig und benötigt keine neuen staatlichen Kaufanreize mehr. Die damalige Entscheidung der Ampel-Regierung, den Subventionswahnsinn zu beenden, war aus meiner Sicht richtig und konsequent. Völlig unverständlich wird es, wenn zunächst Zölle auf chinesische E-Autos verhängt werden, um danach wieder dieselbe Produktgruppe zu subventionieren.

Ein Blick auf die Zulassungsstatistiken der vergangenen Jahre zeigt außerdem deutlich, dass Käufer von Elektrofahrzeugen bewusst entscheiden – und offenbar nicht ausschließlich über den Preis. Auch stellt sich die Frage, wem diese Förderung eigentlich hilft. Für Familien oder Haushalte mit begrenztem Budget ist ein Neuwagen meist keine Option (oder will man sie in Finanzierungs- beziehungsweise Leasingverträge knebeln?). Gefördert werden damit eher die Bürokratie und somit der Verwaltungsapparat des Staates, der damit noch mehr Verwaltungs-„Fachkräfte“ generiert. Stattdessen sollte das Geld in die Modernisierung der Schiene und der Straßen fließen. Das schafft langfristige Wertschöpfung, stärkt den Wirtschaftsstandort und kommt allen Bürgern zugute.

Raphael Staber

Berbling

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