Zum Bericht „Petition gegen Moor-Renaturierung“ (Regionalseiten):
Engagement für die eigene Gemeinde ist wichtig – gerade beim sensiblen Thema Hochwasser. Dabei sollte jedoch sachlich und faktenbasiert argumentiert werden. Moore bedecken nur rund drei Prozent der Erdoberfläche, speichern aber etwa ein Drittel des weltweit gebundenen CO2 – mehr als alle Wälder zusammen.
Die Rosenheimer Stammbeckenmoore sind kein intaktes Moor mehr und werden deshalb renaturiert. Die Maßnahmen zur Wiedervernässung werden fachlich begleitet und laufend überprüft, ein aktuelles Gutachten liegt vor.
Die Pegelstände aus dem Jahr 2024 zeigen deutlich: Starkniederschläge wurden vom Moor aufgenommen, die Wasserstände in Siedlungsnähe blieben unauffällig. Hochwasser ist zudem kein typisches Moor-Problem. Stark verdichtete landwirtschaftliche Flächen und zunehmende Versiegelung sowie Entwässerungsgräben und -bäche tragen erheblich dazu bei.
Im Gegensatz zu ausgetrockneten Mooren helfen renaturierte Moore, Hochwassergefahren zu vermindern. Forderungen nach einer anderen Nutzung von Moorflächen sind rechtlich nicht umsetzbar und klimapolitisch kurzsichtig. Die Forderung nach einem Waldumbau mit Zerstörung der Rosenheimer Stammbeckenmoore ist absurd. Außerdem erreicht ein Wald bei weitem nicht die CO2-Speicherleistung eines Moores.
Freizeitnutzungen widersprechen dem notwendigen Schutz dieses empfindlichen Naturraums.
Die Hochrunstfilze ist kein reines Anliegerproblem, sondern ein wichtiger Beitrag zum Klima- und Hochwasserschutz. Dieses Naturkleinod verdient Schutz – keine Zerstörung.
Martina Visser
Raubling
Ihre Berichte aus Oberwöhr und Raubling sowie mittlerweile unzählige Erfahrungsberichte und logische Argumentationen von Betroffenen und Fachleuten belegen, dass die Renaturierungen der Moore nahe Rosenheim und Raubling für die Anwohner nur Millionenschäden in der Zukunft verursachen können. Wenn also Ämter und Regierungsbehörden hier sehenden Auges eklatante Probleme verursachen, sollten Sie auch dafür haften.
Jedem nachdenkenden Menschen ist der Vergleich eines Schwammes mit einem vollgesaugten Moor nachvollziehbar, und der Vorschlag des Herrn Neiderhell zum Waldumbau erfüllt doch alle naturfreundlichen Anforderungen. Die Versickerungsfähigkeit des Areals bietet zusätzlichen Speicher bei Starkregenereignissen.
Wir erwarten von der Gemeinde Raubling, den Bayerischen Staatsforsten oder spätestens vom Umweltministerium einen endgültigen Stopp dieser unsäglichen Maßnahme Renaturierung dieser Bereiche anliegend an bebaute Wohngebiete.
Frank Klenner
Raubling