Zum Bericht „Schah-Demo in München“ (Bayernteil):
Eine große Schah-Demo in München wird von einem „Munich Circle“ veranstaltet. Hier soll eine lichtvolle Lösung der Probleme im Iran durch den Schah Resa Pahlevi II. vorgestellt werden. Sein Vater, Resa Pahlevi, wurde in den 1950er-Jahren durch die CIA an die Macht geputscht. 1978 wurde er von den Mullahs abgelöst, weil der Iran wirtschaftlich am Ende war. Mithilfe ausländischer Unterstützer konnte der Schah damals Werte in Höhe von rund 72 Milliarden Dollar außer Landes bringen. Wenn man bedenkt, dass der Dollar damals zwischen drei und vier Mark wert war und es nur wenige Milliardäre gab, kann man sich vorstellen, wie unermesslich das iranische Volk bestohlen wurde.
Der ganze Pahlevi-Clan lebt im Luxus. Mit dieser Diebesbeute im Rücken soll der Sohn jetzt von bestimmten Kreisen als Retter hingestellt werden. Damit käme das iranische Volk nach den Mullahs vom Regen in die Traufe.
Die große Mehrheit des iranischen Volkes steht stattdessen seit 20 Jahren auf für die Demokratie. Die demokratischen Strukturen wurden seit dieser Zeit, zum großen Teil im Exil, aufgebaut. Die vielen Todesurteile im Iran betrafen Personen, die diesen Strukturen angehörten. Stehen wir an der Seite des iranischen Volkes für die Demokratie.
Hans Söldner
Bad Endorf