Bürokratie hat wieder zugeschlagen

von Redaktion

Zum Bericht „Führerschein umtauschen“ (Politikteil):

Wofür haben wir unseren Dr. Stoiber eigentlich nach Brüssel geschickt? Weil sie ihn in Bayern nicht mehr wollten? Nein, damit er auf den Trichter kommt, dass Europa einen einheitlichen Führerschein braucht.

Nach und nach müssen alle alten Lappen gegen die hochmoderne Fahrerlaubnis im Scheckkartenformat ausgetauscht werden. Ja, was geht denn das mich an? Mir genügt doch die alte Pappe. Da muss ich ein neues Passfoto anfertigen lassen, einen Antrag ausfüllen, damit zur Behörde laufen, darf noch 25 Euro Bearbeitungsgebühr überweisen und wenn das Plastikkärtchen fertig ist, muss ich – nach Terminvereinbarung – wieder zur Behörde laufen und es abholen.

Habe ich hier die Bringschuld oder sollte nicht die Obrigkeit tätig werden, mir einfach das Kärtchen per Post zuschicken und, wenn sie Wert darauf legt, mit einem Rückkuvert, um die alte Pappe zurückzuschicken?

Viel sinnvoller wäre es doch, wenn man die Fahrerlaubnis befristen würde. Kraftfahrer, die kurz nach dem Krieg ihren Mopedführerschein machten, fahren heute noch Busse im Linienverkehr, ohne jemals eine Nachschulung gemacht zu haben. Die würden heutzutage in einer Fahrerlaubnisprüfung mit Pauken und Trompeten durchfallen – und da zähle ich mich selbst auch dazu. Fahrzeuge und technische Geräte müssen turnusmäßig geprüft werden – private Kraftfahrer nicht.

Werner Gmeiner

Kolbermoor

Artikel 2 von 11