Kein Verständnis für Gewerkschaften

von Redaktion

Zum Bericht „Nächster Streik am Mittwoch“ (Politikteil):

Es müsste inzwischen jedem denkenden Bürger in unserem Land aufgefallen sein, dass die Wirtschaft in Deutschland gewaltig schwächelt. Die Gewinne der Unternehmen schrumpfen seit Jahren, die Insolvenzen nehmen zu, Hunderttausende von Arbeitsplätzen sind bereits verloren gegangen, Zehntausende weitere werden noch folgen.

Die Produktivität sinkt immer weiter. Viele Firmen investieren nicht mehr in Deutschland und gehen notgedrungen ins Ausland, um wenigstens einigermaßen konkurrenzfähig zu bleiben. Und da fällt den Gewerkschaften nichts Besseres ein, als für völlig überzogene Gehaltsforderungen auf die Straße zu gehen und zu streiken. Sie legen bewusst den öffentlichen Verkehr lahm und provozieren in Städten ein Chaos, das es Arbeitswilligen schwer oder sogar unmöglich macht, zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen. Die Zivilgemeinschaft wird rücksichtslos in Geiselhaft genommen.

Wie der Presse zu entnehmen war, fordern die Gewerkschaften bis zu 16 Prozent mehr Geld und zusätzlich die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Also deutlich weniger arbeiten, dafür aber mehr Geld. Diese Rechnung kann nicht aufgehen. Aber Rechnen war noch nie eine Stärke der Gewerkschafter.

Dabei haben doch gerade die im öffentlichen Dienst einen relativ sicheren Arbeitsplatz. Der Gewerkschaft Verdi ist scheinbar völlig entgangen, dass der öffentliche Dienst aus Steuereinnahmen finanziert wird, und die sind in den letzten Jahren immer weiter gesunken.

Und der von Verdi beklagte Fachkräftemangel würde durch weniger Arbeiten noch verstärkt. Der Streik bei der Lufthansa hat jetzt gerade noch gefehlt. Da wundert es nicht, dass immer weniger Firmen in Deutschland noch investieren, in einem Land mit den höchsten Löhnen, der kürzesten Arbeitszeit und der höchsten Anzahl an Krankschreibungen.

Die gewaltigen Herausforderungen, vor der wir in Deutschland stehen, werden wir nur durch mehr arbeiten schaffen, da hat unser Bundeskanzler recht.

Richard Eder

Stephanskirchen

Wird zu viel und zu schnell gestreikt? Durch manche Gewerkschaften sicherlich – zulasten von Bürgern, die für den Streikgrund nicht verantwortlich sind, aber den Schaden tragen müssen. Doch warum streiken Busfahrer unter anderem für höhere Löhne? Weil ihre Fahrten bei Nacht vor allem wegen undisziplinierten Radfahrern ohne Beleuchtung stressiger sind.

Hier wird also, wie so oft in Deutschland, nur ein Symptom bekämpft, nicht aber die Ursache. Radfahrer, die bei Nacht ohne eingeschaltete Beleuchtung fahren, müssten mit Bußgeldern und im Wiederholungsfall mit Beschlagnahmung des Fahrrads bestraft werden – so wie in der Schweiz sogar ein Auto konfisziert wird, wenn der Fahrer sich einer bestimmten Verkehrsübertretung schuldig macht. Zudem müssten Fahrradhersteller gesetzlich verpflichtet werden, in Zukunft (außer für ausschließlich offizielle Radrennen verwendete) nur Fahrräder mit Beleuchtung auszuliefern, so wie Autohersteller irgendwann zum Beispiel Sicherheitsgurte und Airbags vorgeschrieben bekamen.

Vielleicht sollte sich darum auch der sonst rührige ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) kümmern. Aber es ist halt leichter, sich zum Beispiel für eine Fahrradstraße einzusetzen. Radfahrer können dann auch ohne Licht fahren, weil dort keine Autos mehr fahren dürfen. Wozu dann aber überhaupt noch Autos? Die Neanderthaler hatten doch auch keine.

Hans Kürner

Rosenheim

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