Zum Leserbrief „Aschau muss seinen Schatz bewahren“ (Leserbriefseite):
Dem Leserbrief von Dr. Rupprecht stimme ich voll und ganz zu, jedoch möchte ich noch einen sehr wichtigen Aspekt erwähnen, der bei der Diskussion über die Kapazitätserweiterung der Kampenwandbahn bisher gänzlich außer Acht gelassen wurde, nämlich die Wetterkapriolen!
Fast jeder, der auf die Kampenwand möchte, erkundigt sich auf einer der zahlreichen Bergwetter-Apps, ob oben gutes Wetter ist, mit bestenfalls großartiger Fernsicht. Sollte dies zutreffen, dann folgt ein Massenansturm auf die Kampenwand.
Allein durch die Radler und Bergwanderer ist der Bereich zwischen der Bergstation und Steinlingalm und ebenso zum Ostgipfel der Kampenwand überfrequentiert. Kommen dazu noch die Bergbahnbenutzer, dann ist schon jetzt ohne Kapazitätserweiterung der Kampenwandbahn das obengenannte Gebiet völlig ausgelastet.
Mit einer geplanten dreifachen Kapazitätserweiterung ist es für alle, die diese großartige Bergwelt genießen wollen, sicherlich kein Vergnügen mehr, da sie sich gegenseitig auf die Füße treten, siehe Zugspitze! Das Gebiet rund um die Kampenwand gehört zu den niederschlagsstärksten Gebieten in Deutschland, deshalb wird die Auslastung nicht gleichmäßig erfolgen, sondern sich aufs Wochenende und die Ferienzeiten konzentrieren, wenn schönes Wetter herrscht.
Daraus folgere ich, dass die Kampenwandbahn ohne Kapazitätserweiterung modernisiert werden sollte, denn in den Wintermonaten und bei Schlechtwetter werden nur wenige die Bahn benutzen, bei bestem Bergwetter am Wochenende oder in den Ferien droht der Kollaps am Berg und im Tal, deshalb ist die geplante Kapazitätserweiterung aus vorgenannten Gründen absurd und die neue Kampenwandbahn wird höchstwahrscheinlich defizitär sein!
Martin Obermaier
Bernau