Zum Bericht „Piusbrüder drohen mit Bischofsweihe“ (Politikteil):
Wenn es auch lange ruhig und still bei den Piusbrüdern war, täuschen sie sich nicht – dennoch rührt sich was im Hintergrund wesentlich mehr, als bei der modernen Konzilskirche. Es geht ja hauptsächlich um den Priesternachwuchs – der ja bei der Amtskirche fehlt. Die Tradition lebt und gedeiht, langsam, still und unaufhörlich.
Eins ist aber sehr sicher: Immer mehr Katholiken kehren zu ihren Wurzeln zurück, zum überlieferten lateinischen Messopfer, welches im Kern seit den Aposteln unverändert überliefert worden ist. Denn im Mittelpunkt dieser Liturgie steht nicht der Mensch, sondern Gott. Sehr wichtig: Diese Bruderschaft ist ein Werk der Kirche! Wie nun Papst Leo XIV. bei den Treffen endscheiden wird, muss er selbst wissen. Wenn er einen gesunden Verstand hat, wird er sich für die Tradition – die unverfälschte Lehre Gottes – entscheiden.
Außer seine Amtskollegen setzen ihn womöglich unter Druck, anders zu handeln. Über die Piusbruderschaft wurde schon die Frage gestellt: Ist sie von Gott? Die Antwort lautete damals: Wenn sie von Gott ist, bleibt sie bestehen und wenn sie nicht von Gott ist, dann vergeht sie von selbst – und verschwindet auch von der Bildfläche.
Jakob Grandl
Riedering