Tierheim in Not

von Redaktion

Zum Bericht „Rosenheimer Tierheim vor dem Aus“ (Regionalteil):

Es ist beschämend, dass eine so wichtige soziale Einrichtung für das Tierwohl vor der Insolvenz steht. Aus dem Interview mit Frau Thomas lassen sich die folgenden Schlussfolgerungen und Empfehlungen ableiten: Erstens: Es ist sehr ehrenwert, wenn Herr März und Herr Lederer spontan 20.000 Euro für das Tierheim spenden. Wenn man über den plakativen Charakter dieser Spende hinausgehen will, dann sollten beide politischen Mandatsträger mit ganzer Kraft auf die politisch aktiven Gemeinde- und Stadträte im Landkreis Rosenheim massiv einwirken, dass diese ab sofort sich zu kostendeckenden Fundtierpauschalen dauerhaft verpflichten. Seit 2002 ist der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert. Das sieht mit Sicherheit auch die Mehrzahl der Bevölkerung so.

Also liebe Mandatsträger, wenn ihr euch dem Tierschutz verpflichtet fühlt, dann helft dem Tierheim durch kostendeckende Fundtierpauschalen. Und zweitens: Da der größte Kostenblock die Tierarztkosten sind, wäre es doch nicht verkehrt, wenn sich alle Tierarztpraxen in Stadt und Landkreis Rosenheim über einen Zeitraum von einem Jahr bereit erklären würde, dem Tierheim dadurch zu helfen, dass sie ihre Behandlungskosten gegenüber der Vergangenheit um ein Drittel reduzieren. (Ich selbst habe als praktizierender Arzt in der Vergangenheit nicht selten zum Beispiel der allein-erziehenden Mutter von zwei Kindern die Ultraschalluntersuchung geschenkt, damit sie anschließend für ihre Kinder noch Schuhe kaufen konnte.) Keine Tierarztpraxis würde deshalb in finanzielle Not geraten. Bitte lasst uns alle zusammen helfen! Welches Geschenk könnte bedeutsamer, fundamentaler sein als verloren geglaubtes Leben im Tierheim Rosenheim auffangen zu dürfen und in eine glückliche Lebenswirklichkeit zu führen.

Dr. Helmut Klemm

Schechen-Pfaffenhofen

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