Ein Brückenbauer für die Zukunft

von Redaktion

Zum Bericht „Regierungsflieger mit 700 Leerflügen“ (Politikteil):

Die Europäische Union steht in einer von Umbrüchen geprägten Zeit selbst an einem entscheidenden Punkt in ihrer Entwicklung. Im Inneren muss sie sich den grundlegenden Fragen nach ihrer Handlungsfähigkeit ebenso wie nach Rechtsstaatlichkeit und demokratischer Legitimation stellen: Kann die EU als supra-nationales Gebilde ausreichend Bürgerbeteiligung garantieren? Welche Reformen sind nötig, um das Vertrauen der Bevölkerung zu stärken und die Prozesse transparenter und inklusiver zu gestalten? Wie kann sie zugleich Herausforderungen wie Klimakrise, Energiewende, digitale Transformation beziehungsweise Zeitenwende bewältigen?

Vor etwas mehr als 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, dessen Entstehung viel weniger im Bewusstsein verankert ist als seine 25 Jahre später folgende, noch brutalere, radikalere und menschenverachtendere Steigerung. Als Unteroffizier zog Franz Marc am 30. August 1914 in den Krieg. Zwischenzeitlich zum Leutnant der Landwehr befördert, starb er, durch mehrere Granatsplitter auf einem Erkundungsritt schwer verwundet, am 4. März 1916 in dem Ort Braquis in der Woevre-Ebene, etwa 15 Kilometer östlich von Verdun.

Marc schreibt vom Gemetzel am Fluss Isonzo, vom Krieg der Italiener gegen Österreich, wo die beiden Nachbarn insgesamt ein gutes Dutzend Schlachten austrugen. Aber fest steht: Marc folgt dem Ruf des Vaterlandes ohne Zögern. Am „Steadfast Defender 2024“, das vom 22. Januar bis 31. Mai 2024 stattfand, nahmen 90.000 Soldaten teil. Europa und die Europäische Union haben verbindende Werte, Glaube (beliefe), Liebe (beware), Hoffnung (betrust).

Dr. Bernhard Stalla-Köller

Rosenheim

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