Zu den Berichten über den Krieg im Iran (Politikteil):
Wer fragt sich eigentlich, woher die Alltagsgewalt kommt, mit der wir plötzlich allerorten, ich spreche von Deutschland, eigentlich weltweit, konfrontiert werden? Wo sind Vorbilder, auf Ausgleich und Versöhnung ausgerichtete Politiker, wie seiner Zeit Willy Brandt, der für Verständnis und Vertrauen eintrat und dies in den Ostverträgen umsetzte.
So sieht es heute aus: Führende Politiker, ob aus Ost oder West, führen uns rücksichtslos vor, dass es legitim ist, andere Staatenlenker (Venezuela) zu entführen, Regime Change einzuleiten, hohe Militärs mit Drohnen in die Luft zu jagen, missliebige Kritiker umzubringen oder das Völkerrecht wie aktuell im Iran zu brechen. Und Bundeskanzler März zeigt sogar in seiner aktuellen Ansprache Verständnis für den Bruch des Völkerrechts durch USA und Israel.
Zwischenzeitlich sehen viele schon fast gleichgültig in die Ukraine, wo nach vier Jahren abertausende Menschen getötet oder verstümmelt wurden. Und immer noch werden.
Man gewöhnt sich an das Brutale. Wir als einfache Bürger und Bürgerinnen schauen zu, müssen zwischenzeitlich schon akzeptieren, dass Krieg ein Mittel der „Diplomatie“ geworden ist. Wie schrecklich! Ich werde nie diese verbalen „Kriegsspiele“ akzeptieren. Was denn noch alles? Wir haben auf der Welt einen x-fachen Overkill, trotzdem erhöht Deutschland seinen Militärhaushalt auf jährlich 110 Milliarden Euro.
Wenn Krieg zwischenzeitlich ein „legitimes“ Mittel der Politik geworden ist, wundere ich mich nicht mehr, dass auch in unserer Gesellschaft Gewalt und Aggressivität mehr und mehr zunehmen. Dazu noch täglich Mord- und Totschlag im TV von Usedom bis nach Passau. Friedenstüchtigkeit und nicht Kriegstüchtigkeit ist das Gebot der Stunde. Im Moment ein vergeblicher Wunsch.
Agathe Lehle
Kolbermoor
Betrachtet man die Geschichte der vergangenen 80 Jahre, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass die USA ein Aggressor ist und demilitarisiert werden muss.
Georg Paul
Brannenburg
Frei nach Goethe möchte ich schreiben, dass ich den Bericht im OVB, „dass keine Anzeichen für Irans Atombombenprogramm erkennbar seien“, zur Kenntnis nehme. Allein mir fehlt der Glaube. Israels Premier Netanjahu behauptet zwar (und überzeugt auch US-Präsident Trump), dass die Mullahs im Iran Uran anreichern, um den Bau einer Atombombe gegen Israel zu forcieren. Doch selbst Rafael Grossi, Chef der Internationalen UN-Atombehörde (IAEA) mit Sitz in Wien, lässt wissen, dass er „keine Anzeichen für ein strukturiertes Programm Irans zur Herstellung von Atomwaffen“ sieht.
Aber warum dürfen Israel, Indien, Pakistan und selbst Nordkorea neben den derzeit bekannten fünf Großmächten die Atombombe besitzen oder entwickeln? Wer bestimmt darüber?
Meine Frage: Bin ich ein Rassist oder gar ein „Antisemit“, nur weil ich die Wahrheit suche und nicht alles glaube, was viele „Janus-Politiker“ verkünden oder was in den Medien geschrieben steht?
Jürgen Engelhardt
Stephanskirchen
Nach dem unmenschlichen Überfall der Hamas im vergangenen Jahr auf das israelische Volk verstößt meiner Einschätzung nach nun der israelische Regierungschef, auch im Einklang und zusammen mit der Trump-USA, selbst gegen das Völkerrecht.
Netanjahu tut alles, um im Amt zu bleiben und gefährlichen Untersuchungen gegen ihn im eigenen Land zu entgehen. Dass der Iran Israel seit Jahrzehnten mit dem Schlimmsten droht, kommt ihm in seiner Rechtfertigung gerade recht und greift selbst an. Ob dies ohne Alternative war, ist zu bezweifeln.
Hilfsorganisationen treibt er aus dem Gazastreifen, entzieht den Menschen dort, gerade auch unschuldigen Kindern, höchst notwendige ärztliche Hilfe. Da helfen auch keine Erklärungen, diese Organisationen seien teilweise von radikalen Kräften unterwandert.
Was ist das mittlerweile für eine Welt? Jeder Player hat seine Argumente, den anderen militärisch zu drohen, anzugreifen und dadurch den ganzen Nahen Osten in äußerst gefährliche Zeiten zu zwingen. Trump will das iranische Regime „zerquetschen“. Putin profitiert durch den hohen Ölpreis und „berät“ die iranischen Revolutionsgarden von außen. Europa muss wachsam sein.
Gottfried Thalmeier
Rosenheim