Das Scheitern ist bereits einkalkuliert

von Redaktion

Zu den Berichten über die Wahlprognosen in den östlichen Bundesländern (Politikteil):

In den Wahlprognosen für die nächste Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September liegt die AfD mit 40 Prozent seit Monaten weit vor den mitbewerbenden Parteien. Da alle Parteien eine Koalition mit der AfD nach der Wahl ausschließen, hofft die AfD auf die absolute Mehrheit.

Wenn dann am Wahlsonntagabend nach der ersten Hochrechnung die Mehrheit für die AfD gemeldet wird, gibt es Jubelszenen bei der AfD und lange Gesichter bei den anderen Parteien. Dann muss im Parlament ein neuer Ministerpräsident gewählt werden. Die neue Landesregierung benötigt dann neun Minister und 18 Staatssekretäre.

Es ist vorauszusehen, dass in den Ministerien und in den nachgeordneten Behörden die Parole „Dienst nach Vorschrift“ im Flurfunk die Runde macht. Die in die Opposition gewählten Parteien werden sich genüsslich die Arbeit der neu gewählten Regierung anschauen und politisch bewerten. Es wird keiner der Minister und Staatssekretäre in irgendeiner Position Erfahrung gesammelt haben. Die kritischen Medien und die veröffentlichte Meinung werden genau hinschauen und die Schlagzeilen bei einem eventuellen Scheitern schon vorprogrammiert haben.

Franz Smeets

Feldkirchen-Westerham

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