Zum Bericht „Dem Rebhuhn auf der Spur“ (Bayernteil):
Mit Bestürzung musste ich heute lesen: 580 Rebhühner wurden allein in Bayern im vergangenen Jahr geschossen. Ich habe in unserer Gegend seit ungefähr 40 Jahren kein Rebhuhn mehr weder gehört noch gesehen. Von der Wachtel oder der Feldlerche spricht man schon gar nicht mehr, die zu meiner Kindheit noch selbstverständlich zu unserer Natur gehörten. Sie wurden alle wegkultiviert. Da schießt man die letzten Rebhühner noch weg.
Dass das Rebhuhn überhaupt noch geschossen werden darf, ist mir unverständlich. Über den Wolf, der in unseren beweideten Alpen nicht mehr tragbar ist, befassen sich sogar die Parlamente.
Der Fischotter, der in unseren Fischteichen alle Fische, Muscheln und Krebse wegfrisst, steht bei uns unter Schutz. Er ist inzwischen zu einer furchtbaren Plage geworden. Da braucht man kein Rebhuhnmonitoring, wie ich lesen musste, sondern vernünftig denkende Leute unter den Verantwortlichen.
Oder ist diese verkehrte Welt unserem ausufernden Bürokratismus geschuldet? Ich hoffe nicht, dass beim Abschuss der letzten Rebhühner eine gewisse Schießwut unserer Jäger mit schuld ist. Ein vernünftiger Jäger schießt doch nicht, wenn er ein Rebhuhn sieht, sondern freut sich darüber.
Sebastian Mühlhuber
Rott