Kein Mitleid mit dem einsamen Trump

von Redaktion

Zu den Berichten über die Kriege im Iran und in der Ukraine (Politikseiten):

Bedeutet das Wort „Völkerrecht“ nur noch, dass sich jeder beim anderen bedient wie in einem SB-Laden? Diese Aggressionen sind laut Trump kein Krieg, es wird nur die Weltherrschaft neu geordnet. Der eine nimmt beim Nachbarn, was er möchte, und wundert sich über die gerechtfertigte massive Absage. Sein Nacheiferer versenkt Boote in internationalen Gewässern, um dann in Venezuela einen vom Volk gewählten „Staatsmann“ zu entführen. Natürlich nur zum Besten der Bevölkerung und dem Nobelpreis.

Als Nächstes steht Kuba auf der Liste. Der Weg dahin ist ja nicht weit – und falls kein „Deal“ angeboten wird, stehen die Kampfgeräte schon in Position. Durch den kurzen Weg müsste die Zielsicherheit garantiert sein. Kanada und Grönland haben auch schon ihren Platz auf der begehrten Liste. Wer ist der nächste?

Die restlichen bösen Nato-Länder sind nicht gewillt, ihr Volk für Trump zu opfern und verweigern den Gehorsam – übrigens zu Recht. Laut Trumps Aussage ist seine Armee die beste der Welt. Da ist die Verwunderung schon sehr groß, wenn Hilfe angeordnet wird. Er hat große Probleme, den Begriff Verteidigungs-Bündnis zu verstehen und betrachtet es als eine Kriegstreiber-Vereinigung.

Da Erpressung bei ihm schon immer ein großes Thema war, wird diese nicht mehr lange auf sich warten lassen. Es ist sehr traurig, wenn man auf der ganzen weiten Welt keine Freunde hat. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

Karin Reynolds

Kolbermoor

Die Ukraine schießt nun also auf die russische Schattenflotte. Ich empfinde dieses Vorgehen im Mittelmeer als unmögliche Erweiterung des Krieges aus dem Schwarzen Meer in das Mittelmeer. Wir in Europa sollten uns überlegen, ob wir diese Kriegsführung der Ukraine weiter unterstützen. Die Gefahr einer Ölverschmutzung im Mittelmeer durch solche militärischen Aktionen kann einen doch nicht kalt lassen. Da stellt sich doch die Frage der weiteren Unterstützung der EU.

Heinrich Geerling

Frasdorf

Die Rohölversorgung über die „DruschbaPipeline“, die über das Staatsgebiet der Ukraine von Russland nach Ungarn, die Slowakei und Tschechien verläuft, wird von der Ukraine mutwillig behindert. Die Ukraine begründet ihre Blockade mit einer Zerstörung des westlichen Zweigs der Pipeline auf dem Gebiet von Weißrussland durch eine Sprengung, die sie nach eigenen Angaben selbst verursacht hat. Über den östlichen Zweig könnten Ungarn, die Slowakei und Tschechien weiter versorgt werden, wenn die Ukraine dies nicht verhindern würde. Ungarn blockiert deshalb den 90-Milliardenkredit der EU für die Ukraine, dem der ungarische Regierungschef im Dezember 2025 aus Loyalität zur EU wohl zugestimmt hatte – auch wenn er in diesem Fall anderer Meinung als die anderen Staats- und Regierungschefs war. So viel zur Loyalität.

Arrogant und feindselig wirft der Bundeskanzler dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban Unzuverlässigkeit und mangelnde Loyalität vor und der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo heißt ihn einen Verräter. Solidarität mit Mitgliedern einer Gemeinschaft, wie die EU immer eine zu sein behauptet, sieht anders aus.

Es wäre gut gewesen, wenn sie vorher über ihre mangelnde Solidarität nachgedacht hätten. Aus zur Schau gestellter Überheblichkeit und mangelndem Anstand wird einem EU-Mitglied Hilfe verweigert, weil dessen Regierungschef in echter Sorge um die wirtschaftliche und soziale Existenz seines Landes und seiner Menschen angemessene Maßnahmen gegen einen Dritten ergreift.

Die Ukraine ist nicht Mitglied der EU, aber sie greift die Souveränität eines EU-Mitglieds existenziell an. Beistand und Solidarität dem Freund verweigern, aber Loyalität einfordern, ist eine treulose und perfide Freundschaft.

Wolfgang Pfannkuchen

Riedering

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