Neue Bahn ist nicht das größte Übel

von Redaktion

Zum Bericht „Streit um die Kampenwandbahn“ (Regionalseiten):

Als ich die Sendung „Jetzt red i“ zum Thema Erneuerung der Kampenwandbahn gesehen hatte, war mir klar, dass Herr Auer vom Bund Naturschutz nicht willens sein wird, eine Einigung mit Herrn Zbil zu erreichen. Anstatt, wie vom Verwaltungsgericht gewünscht, einen Kompromiss zu finden, werden dem Betreiber immer neue Steine in den Weg gelegt.

Dabei sollte bedacht werden, dass die Bahn nicht gerade in einem vertrauenswürdigen Zustand ist. Defekte Teile müssen teils teuer nachgebaut werden, da es keinen Ersatz mehr gibt. Bleibt die Bahn mit einem Schaden stehen und Menschen müssen von Bergwacht und Hubschrauberpiloten gerettet werden, bleibt der Schaden und Verdienstausfall am Betreiber hängen.

In Österreich wurden allein 2025 19 Seilbahnen und Lifte erneuert, bei uns werden durch die Willkür von Vertretern der steuerfinanzierten Organisation BN, alle (nicht) erdenklichen Hindernisse in den Weg gestellt.

Allein die Forderung nach Verzicht auf den Skibetrieb zeigt mir, dass es nur um die Verhinderung dieses Projekts geht und nicht um das Birkhuhn. Aufgrund des Klimawandels und der Höhenlage erübrigt sich dieser von selbst. Eine Beschneiung ist nicht vorhanden, nicht rentabel und nicht geplant.

Sollte es wirklich einmal eine Woche durchgehend möglich sein, Ski zu fahren, wäre es kein Umweltfrevel, dies mit der Bahn zu tun. An einem Berg, an dem sich die Berggeher begrüßen, die spätabends absteigen, und jene Bergsteiger, die morgens den Sonnenaufgang erleben wollen, ist eine neue Bahn nicht das größte Übel.

Ludwig Hingerl

Obing

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