Der Wolf gehört nicht zum Menschen

von Redaktion

Zum Bericht „Wolf nach Attacke in Hamburg wieder frei“ (Politikteil):

Für Naturschützer gilt als einer der größten Erfolge, dass nach 150 Jahren wieder Wölfe in Deutschland leben. Seit der Wiederansiedlung der Wölfe in Deutschland im Jahr 2000 haben sie mehr als 20.000 Schafe gerissen. Kein Wort der Kritik von den Tierschützern dazu.

Die Mitarbeiter des Wolfsmanagements und des Nabu werden nicht müde zu erklären: Wölfe sind scheue Tiere und greifen Menschen nicht an. Wenn es doch zu einem Angriff komme (wie jetzt in Hamburg), sei stets der Mensch schuld. Was wäre passiert, wenn sich der Wolf auf einen Spielplatz verirrt hätte?

Die Mitarbeiter des Wolfsmanagements verdienen ihren Lebensunterhalt mit den Wölfen. Sie werden wohl kaum sagen, die Wiederansiedlung der Wölfe sei ein Fehler gewesen, damit würden sie ihren Arbeitsplatz gefährden. Wer stellt schon seinen eigene Existenz infrage? In den Niederlanden wurden ein Junge und ein Schäfer von einem Wolf angegriffen. Im Yellowstone National Park jagen Wölfe sogar Bisons.

Ich erinnere mich gut an eine Fernsehsendung mit den Tierfilmer Andreas Kieling. Dort erklärte er, von Bären gehe keine Gefahr aus, man müsse sich nur richtig verhalten. Zwei Wochen später wurde er selbst von einem Bären angegriffen.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der erste Mensch in Deutschland durch einen Wolf zu Tode kommt. Wölfe gehören nicht in das dichtbesiedelte Mitteleuropa. Die Fördergelder, die für die Wiederansiedlung der Wölfe ausgegeben werden – Zaunbau, Herdenschutzhunde, Genanalysen, Entschädigung für tote Schafe und andere Kosten – könnte man mit Sicherheit sinnvoller in den Schulen einsetzen.

Dr. Karl Hahn

Bad Salzungen

Ein Wolf streift durch die Region – in einem Gebiet, wo viele Menschen ihre Freizeit genießen wollen. Dazu erklärt uns, ein vermutlich Wissender, wie wir uns doch in Zukunft locker daran gewöhnen sollten. Denn, es ist ja so, dass sich der Wolf wahrscheinlich eh nur ein halbes Jahr in der Gegend aufhält.

Für Landwirte, Almbesitzer, Gastbetriebe und natürlich auch für Wanderer finde ich diesen „Pseudoberuhigungsversuch“ eher als Beleidigung. Ich wünsche niemanden eine Konfrontation mit dem Wolf, nicht einmal dem Experten, wenn er ohne Flinte unterwegs ist.

Franziska Mühlbauer

Rosenheim

Artikel 6 von 11