Gesundheit wird an Schulen nicht vermittelt

von Redaktion

Zum Bericht „Mehrheit weiß zu wenig über Gesundheit“ (Politikteil):

Die Gesundheitskompetenz eines Großteils unserer deutschen Bevölkerung ist gering. Nur 3,4 Prozent der Frauen und 3,0 Prozent der Männer bescheinigen sich eine hohe Gesundheitskompetenz, Wissen über ihre Gesundheit Bescheid.

Grundsätzlich sollte ein Gesundheitsbasiswissen über den eigenen Körper sinnvollerweise an den Schulen vermittelt werden. Während der Schulzeit wandelt sich der heranwachsende, „moderne“ Mensch vom bewegten zum sitzenden Wesen, mit allen seinen damit verbundenen, negativen, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit gefährdenden Konsequenzen.

„In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“, heißt es. Und: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir.“ Lucius Annaeus Seneca soll das gesagt haben – ein römischer Philosoph und Naturforscher, der in der Zeit um Christi Geburt lebte. Wie im richtigen Leben galt aber offenbar schon sehr früh der Konjunktiv. „Es ist zu wünschen, dass ein gesunder Geist in einem gesunden Körper sei“, sagte Juvenal, ein römischer Satiriker, rund 100 Jahre später.

Aktuell scheint die Schule, was Gesundheitskompetenz anbetrifft, nicht zuständig zu sein. Medizinische Aufklärung, als sinnvolles, ergänzendes Wissen, ist nach meiner aktuellen Erfahrung zumindest an Bad Aiblinger Schulen unerwünscht.

Dr. Bernd Reinhardt

Bad Aibling

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