Zum Bericht „Die SPD nach den Wahlen“ (Politikteil):
Nach dem Wahldebakel der SPD bei der Bundestagswahl und den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hat sich die SPD ein neues Klientel ausgesucht, das sie umsorgen und jetzt gezielt ansprechen will. Weg von den Sozialhilfeempfängern, hin zu der für 3.000 Euro monatlich „hart“ arbeitenden Bevölkerung.
Wer für ein Gehalt von 3.001 Euro „weich“ arbeitet, verdient sein Gehalt eher nebenbei, braucht sich nicht anstrengen und geht abends ausgeruht von seinem Arbeitsplatz nach Hause. Diese Gehaltsklasse soll dann die Sozialhilfeempfänger auch noch sponsern.
Das ist der ursozialistische Grundgedanke: Den da oben musst du nehmen und den da unten musst du geben. Umverteilen heißt das neu in der Politikersprache.
Die Gewerkschaften, die immer fest an der Seite der SPD stehen, verlieren ebenfalls viele Mitglieder. Immer weniger arbeiten für mehr Gehalt, spricht die „hart“ arbeitenden Mitglieder auch nicht mehr an – die sind schon weiter. Jetzt soll das Tariftreuegesetz durch die Hintertür für Abhilfe sorgen. Aufträge der öffentlichen Hand sollen nur noch an Firmen vergeben werden, die nach Tarif bezahlen. Für die nächsten Landtagswahlen im Herbst sieht es laut der aktuellen Prognosen auch nicht gut aus für die SPD. Erleidet die altehrwürdige Partei das gleiche Schicksal wie die FDP?
Franz Smeets
Feldkirchen-Westerham