Fischarten verlieren ihre Lebensräume

von Redaktion

Zum Bericht „Winzige Bachforellen schwärmen aus“ (Regionalseiten):

Es ist sehr anerkennenswert, wie sich die Jugendlichen für die bedrohte Bachforelle einsetzen. Aber egal, über welche bedrohte Fischart berichtet wird, die Schuldigen sind stets schnell gefunden – die „räuberischen Beutejäger“. Dabei ist der Mensch heute nicht nur für das Überleben gefährdeter Fischarten zuständig, auch die wirklichen Ursachen für die Bestandseinbrüche gehen auf unser Konto.

Nur noch etwa zehn Prozent der Flüsse in Deutschland sind naturnah. So fehlen durch Eingriffe an den Flüssen wichtige Rückzugsgebiete von Jungfischen in Form von unterspülten Uferbereichen mit überhängender Vegetation und Strukturen auf dem Gewässergrund.

Ebenfalls hausgemacht ist der Verlust von Laichplätzen, etwa durch den Eintrag von Feinsedimenten aus der Landwirtschaft in das Kiesbett oder dessen Verschlammung. Steigende Wassertemperaturen, sie werden im Artikel immerhin einmal erwähnt, senken durch den Klimawandel den Sauerstoffgehalt und es wird manchen Arten einfach zu warm. Das sind nur einige der folgenreichen hausgemachten Ursachen. Der wirkliche Grund für die Gefährdung unserer einheimischen Fischarten ist und bleibt also der Verlust ihrer Lebensräume.

Kathrin Schlegl-Kofler

Rosenheim

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