Zum Leserbrief „Fischarten verlieren ihre Lebensräume“ (Leserbriefseiten):
Ursache für die Abnahme der Fischbestände in Flüssen, Seen und den Weltmeeren ist nach meinen Kenntnissen die stetig ansteigende Anzahl von Fische fressenden Tieren. Leider wird dabei nicht beachtet, wie die Wasserqualität durch ihre Ausscheidungen verschlechtert wird.
In Deutschland leben rund 122.500 Kormorane, 48.000 Graureiher und 5.000 Fischotter (1.500 alleine in Bayern). Bei der Jagd dieser Tiere werden Fische verletzt und verenden dann qualvoll. Dies ergibt, nur von diesen drei Tierarten, einen täglichen Fraß von Fischen nach folgenden Berechnungen. 122.500 Kormorane x 0,5 kg = 61,25 Tonnen, 48.000 Graureiher x 0,5 kg = 24 Tonnen. 5.000 Fischotter x 1,5 kg = 7,5 Tonnen. Zusammen werden nur von diesen drei Tierarten 92,75 Tonnen Fische pro Tag verspeist – nur in Deutschland.
Wie können in Deutschland täglich 92,75 Tonnen Fische nachwachsen? Je nach Art der Fische benötigen diese ab der Laich etwa ein bis zwei Jahre, um ein Gewicht von 400 Gramm zu erreichen. Die Fischräuber verspeisen alle erreichbaren Fische, unabhängig davon, welches Gewicht der Fisch hat. Bei kleinen Fischen mit rund 100 Gramm werden dann vier bis fünf Fische verspeist, damit diese gesättigt sind.
Dies wird dazu führen, dass in den Binnengewässern in den folgenden Jahren der Fischbestand nicht erhalten werden kann, auch nicht durch Besatzfische aus Fischzuchtanlagen.
Wie viele Fische in den Weltmeeren nur von den Wasservögeln verspeist werden, kann nicht berechnet werden. Aus diesen Gründen müssen alle Fische fressenden Tiere auf einen Mindestbestand reduziert werden.
Rudolf Neumeier
Prutting