Zum Bericht „Spott über Macrons Ehe“ (Weltseiten):
Gerade musste ich erneut schmunzeln, als mir die Szene wieder vor Augen kam: Olaf Scholz lädt Emmanuel Macron in Hamburg zu einem Fischbrötchen ein. Beide bissen in das knusprige Gebäck – für den Franzosen vermutlich eher ein harter Brocken, ist er doch eher weiche Brioche oder Croissants gewohnt. Gut, es gibt ja noch das Pariser Baguette.
Doch waren die Brötchen wirklich so frisch und kross, wie sie aussahen? Und was sagte Scholz wohl zum Fischbrötchenbudenbesitzer bei der Bestellung? „Hör mal, Werner, nimm ruhig die Brötchen von gestern Abend – dann tun wir gleichzeitig auch noch etwas Gutes für die Umwelt.“ Pardon, doch bei diesem Gedanken musste ich eben laut lachen.
Macron, der mitunter napoleonisches Gebaren an den Tag legt, musste also in diese harten Brötchen beißen. Er, der sonst distinguierte Speisen gewohnt ist – immerhin hat der Élysée-Palast sogar eine eigene Hofbäckerei. Urkomisch, wie einfache kulinarische Begegnungen so die höfische Aura des Möchtegern-Regenten Macron ins Wanken bringen können.
Michael Ayten
Trier