Für Heimatliebe und Verbundenheit

von Redaktion

Zum Bericht „Bayernhymne wird Pflicht“ (Bayernteil):

Es ist heute nicht verwunderlich, dass die Anordnung, zu feierlichen Anlässen die Bayernhymne zu singen, verspottet wird. Ein „Experte“ in den OVB-Heimatzeitungen beschimpft sie als „substanzlose Symbolpolitik“. Und zu Recht wird allein durch das Absingen der Hymne nicht in der Tiefe bayerische Heimatliebe vermittelt, aber immerhin ist dies ein Denkanstoß dazu. Als Trittbrettfahrer möchte der Innungs-Heizungsbaumeister darauf hinweisen, dass es an den Berufsschulen viele gravierende Probleme gibt. Diese werden durch das Absingen von Liedern nicht verbessert. Auch da hat er recht, nur was hat das miteinander zu tun? Es ist sehr billig, hier öffentlich Beifall zu erheischen. Vor gut 50 Jahren dachte bei uns keiner daran, zur Abiturfeier eine Nationalhymne zu singen: zu heikel und zu nahe an der Zeit des menschenverachtenden Nationalsozialismus. Eine Vermittlung von Heimatliebe und Verbundenheit zu Land und Leuten war eher verpönt.

Heute gehen Massen von Schülern zur Demo gegen den zarten Neuanfang einer „Wehrpflicht“ (die Anführungszeichen weisen auf die vielen Ausweichmöglichkeiten hin, weit weg von echter „Pflicht“). Die Äußerungen am Rande der Schüler-Demos lassen erkennen, wie wenig Geschichtsbewusstsein und das Gefühl, verantwortlich in ein Staatswesen hineinzuwachsen, hier vorhanden ist. Wir sind weit weg von überheblichem Nationalstolz, hier besteht eher ein Defizit. Gerne kann bei der Vorbereitung so einer Feierlichkeit das Ganze diskutiert werden. Armes Deutschland, wenn so ein Vorschlag schon vorab von vermeintlichen Intellektuellen verteufelt wird. Das gibt den Schülern keine Orientierung.

Thomas Stacheter

Feldkirchen-Westerham

Artikel 7 von 11