Zum Leserbrief „Hinter Geburtsbrauch steckt Sexismus“, Leserbriefseite.
Ich war wirklich sehr verwundert über die Fehleinschätzung unserer bayerischen Bräuche von Frau Baumann-Sturm. Ja, der Weisertwecken stammt aus einer Zeit, in der man kein so gutes Verständnis von Emanzipation hatte, wie es glücklicherweise heutzutage der Fall ist. Aber während man die schönen Bräuche (das Feuer) weiterhin feiert, hat man sich von den unzeitgemäßen Konnotationen (der Asche) entfernt.
Ich bin überzeugt, dass heutzutage kein normaldenkender Mensch mehr mit diesen Bräuchen das Geschlecht eines neugeborenen Kindes zu bewerten beabsichtigt. Es handelt sich in jeder Hinsicht um einen Ausdruck der Freude über den Nachwuchs, welcher sich eben aufgrund der historischen Ursprünge bei Mädchen und Jungen in seiner Ausführung unterscheidet.
Bitte verschonen Sie unsere wunderschönen bayerischen Bräuche mit der Unterstellung von angeblich frauenfeindlichen Motivationen, die in längst vergangenen Tagen eine Rolle gespielt haben könnten. Diese haben mit den heutigen Bräuchen nichts mehr zu tun und werden nur durch irgendwelche destruktiven Ideologen aufrechterhalten.
Jacob Buys
Raubling