Und die Bootsflüchtlinge?

von Redaktion

Zum Bericht „Zwei Millionen für ein totes Tier“ (Weltspiegel):

Viele Leute haben an dem Schicksal des Wales Anteil genommen, was von Tierliebe zeugt. Wahrscheinlich ist auch der Mensch an den Verletzungen des Wales schuld. Zum Glück wurden für die versuchte Rettung keine Steuergelder ausgegeben, sondern Privatleute haben die Aktion finanziert. Ich würde mir jedoch auch eine so große Anteilnahme an den Bootsflüchtlingen im Mittelmeer wünschen. Private Seenotretter würden sich sicher auch über eine Spende in Höhe von zwei Millionen freuen. Aber die Retter laufen noch Gefahr, als Schleuser angeklagt zu werden. Bei den Bootsflüchtlingen handelt es sich jedoch nur um Schwarzafrikaner im Mittelmeer und nicht um einen schwarzen Buckelwal in der Nordsee. Sehr lesenswert ist in diesem Zusammenhang das Buch von Claus-Peter Reisch „Das Meer der Tränen“.

Maria Setz

Schechen

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