Eine Frage des Geldes

von Redaktion

Zum Bericht „Rudi Völler kritisiert das „Nationenhopping“(Sportteil):

Hintergrund dieser Kritik ist die Tatsache: Ein großer Teil der deutschen „Nationalmannschaft“ hat einen Migrationshintergrund. Einige dieser Fußballer haben nicht nur die deutsche Staatsangehörigkeit. Sie haben zum Beispiel auch die türkische oder eine sonstige Staatsangehörigkeit. Für welches Land sie sich entscheiden, hängt – neben monetären Überlegungen – sicher auch von emotionalen Faktoren, wie zum Beispiel Identifikation mit dem Land ihrer Vorfahren oder ggf. mit dem „Gastland“ zusammen.

Ein schon älteres Vorgänger-Phänomen ist das Vereinshopping. Gestern noch beim FC Bayern München, heute beim „RB Leipzig“. Die jeweiligen Spieler haben meist kaum Wurzeln in den jeweiligen Städten. Ein paar Millionen mehr haben sie zum Umzug motiviert. In einem Lied vom leider viel zu früh verstorbenen Fredl Fesl heißt es: „Für Geld da kann man vieles kaufen – auch Leute, die dem Ball nachlaufen“ oder „…und legt man ein paar Scheine drauf, laufen sie schon schneller.“

Bleibt die Frage: Warum beklagt Rudi Völler das Nationenhopping? Es wertet die Nationalmannschaften ab, so seine Überlegung. Da hat er sicher recht. Wie beim Vereinsfußball: Es ist halt in erster Linie eine Frage des Geldes. Ehre spielt eher eine untergeordnete Rolle. Übrigens: Normale „Kleinverdiener“ unterstützen durch den Kauf von Eintrittskarten oder überteuerten Fanartikeln gerne ihre geliebten Fußballmillionäre.

Gerhard Mania

Neumarkt-St. Veit

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