Natur hat uns Patriotismus mitgegeben

von Redaktion

Zum Bericht „Aufschlag für Patriotismus“ (Politikseiten):

Dieses Thema kommt immer auf die Tagesordnung, wenn große, länderübergreifende Ereignisse stattfinden. Darüber zu diskutieren oder zu schreiben, ist ein Minenfeld – so gewaltig, so tief sind die Gräben zwischen der absoluten Befürwortung und der absoluten Ablehnung eines gelebten Patriotismus. Doch wie sieht die sachliche, wissenschaftliche Betrachtung dieses Themas aus?

Menschen fühlen sich in Gruppen wohl und brauchen diese, um zu leben und zu überleben. Die Evolution hat gezeigt, dass ein Mensch allein in der Natur nicht überlebt – in Gruppen hingegen ist dies möglich. Gruppen fördern das „Wir“-Gefühl, Gemeinschaft und Sinnhaftigkeit.

Die kleinste natürliche Gruppe ist die Familie, die größte die Nation. Der Mensch braucht diesen „Raum“, um Sicherheit und eine Vertrauenskultur zu schaffen, in der man gut und sicher leben kann. Die Liebe zur Gruppe und zur Gemeinschaft fördert die Liebe zu sich selbst und stärkt soziales Handeln. Ein Patriot sagt: „Ich liebe mein Land.“ Ein Nationalist sagt: „Mein Land ist besser als jedes andere.“

Die Natur hat uns Patriotismus mitgegeben, um das Soziale und Menschliche und den Frieden zwischen uns zu fördern und aufzubauen. Der „Patriotische Pazifismus“ wird in den unterschiedlichsten Ländern der Welt gelebt. So in Costa Rica, wo es seit 1948 kein Militär mehr gibt. Hier sind die Bürger stolz auf ihr Land, dass es friedlich und in Harmonie mit den anderen Ländern lebt.

Es wäre schön, wenn wir wieder wie bei der WM 2006 Flagge zeigen würden – zu uns selbst und zueinander. Damals haben wir gemeinsam mit den Menschen aus aller Welt, die bei uns zu Gast waren, gejubelt, gefeiert. Alle waren stolz auf ihr Land. Wir alle waren patriotisch – und alles war friedlich und alles war gut.

Hubert Kirmaier

Edling

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