Zum Bericht „Sparen bei Schulbegleitern?“ (Politikseiten):
Als pädagogische Fachkraft und Schulbegleiter erlebe ich jeden Tag, wie wichtig Verständnis, Geduld und Fürsorge für Kinder sind. Meine Aufgabe besteht nicht nur darin, ein Kind im Schulalltag zu begleiten, sondern auch darin, ihm Sicherheit zu geben und ihm zu zeigen, dass es genauso wertvoll ist wie jedes andere Kind.
Oft erlebe ich, dass ich erklären muss, warum ein Kind Unterstützung braucht oder warum es sich in bestimmten Situationen anders verhält. Dabei wünsche ich mir, dass weniger geurteilt und mehr nachgefragt wird. Hinter jedem Verhalten steckt eine Geschichte, die man von außen oft nicht kennt.
Für mich ist jedes Kind einzigartig. Kein Kind muss perfekt sein oder in ein starres System passen, um Anerkennung zu verdienen. Viel wichtiger ist, die Stärken jedes einzelnen Kindes zu sehen und ihm die Chance zu geben, sich in seinem eigenen Tempo zu entwickeln.
Als Schulbegleiter sehe ich es als meine Verantwortung, den Kindern Rückhalt zu geben und sie dort zu unterstützen, wo sie Hilfe benötigen. Das bedeutet manchmal auch, ihre Interessen zu vertreten und Verständnis für ihre Situation zu schaffen. Genau das macht diesen Beruf für mich so wertvoll.
Ich wünsche mir, dass Kinder mit Unterstützungsbedarf nicht über ihre Schwierigkeiten definiert werden, sondern über ihre Fähigkeiten, ihre Persönlichkeit und ihre Chancen. Mehr Verständnis, mehr Menschlichkeit und mehr gegenseitiger Respekt würden unseren Schulen und unserer Gesellschaft guttun.
Joshua Radlmaier
Babensham