Keine Freude mit dem Freudenhaus

von Redaktion

Zum Bericht „Der neue Puff für alle: Freudenhaus der sexuellen Lebenslust“ (Weltspiegel):

Achtklässler, 14-jährige Jugendliche bekommen die Aufgabe, in Gruppenarbeit einen Businessplan zu erarbeiten, um ein bestehendes Bordell zu modernisieren. Dazu gehört eine umfangreiche Recherche, denn das inhaltliche Angebot – Gestaltung der Räume, Werbung und Preishinweise – muss recherchiert werden.

Man stelle sich vor, eine 14-jährige Schülerin möchte diesbezüglich einen Bordellbesitzer befragen und sich vor Ort umschauen, was ja zu einer guten Recherche gehört. Ich denke, er wird sie heimschicken.

Welches Lehrerkollegium kommt auf eine derart absurde Idee? Glaubte man wirklich, auf diese Weise einen fundierten Sexualkundeunterricht zu gestalten?

Über unsere Jugendlichen wird ja oft hergezogen, ihr Verhalten, ihre Ideen werden mitunter pauschal verurteilt, doch wenn ich an das Gymnasium in Kevelaer denke und den dort praktizierten Sexualkundeunterricht, möchte ich mein Urteil lieber nicht laut sagen.

Ingrid Patzschke

Bernau

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