Zum Bericht „Hochwasser und Hitze hausgemacht“ (Regionalseiten):
Zu den Ausführungen möchte ich noch etwas ergänzen. Zunächst meine Bedenken in Bezug auf die Gewichtung: Acker, Asphalt, Atmosphäre. Der Mensch wurde vergessen. Seit 80 Jahren ist die Weltbevölkerung von drei Milliarden auf acht Milliarden angewachsen. Also in der Zeitspanne, in der wir leben.
Ich lebe an einem Ort, wo schon Ur-Elefanten durch die Wälder gezogen sind und auch der Chiemsee- Gletscher Hunderte Meter Eis auftürmte – und alles ohne Menschen. Durch einen kosmischen Einschlag steht die Erdachse schief, was uns die Jahreszeiten bescherte, und die Erde fliegt nicht in Kreisen um die Sonne, sondern in Ellipsen, das heißt: mit wechselnden Abständen.
Weiter wird geschrieben, dass ein typischer Forst mit Lkw-befahrbaren Wegen eine Straßendichte einer Großstadt erreicht. Das ist richtig, aber wieso werden dann die letzten verbliebenen Juwelen an zusammenhängenden Forsten mit Windrädern ruiniert, die sich (wie in den vergangenen Wochen erlebt) bei Warmwetterlagen auch nachts nicht drehen. Und alle diese Anlagen brauchen die Lkw-befahrbaren Wege.
Doch lassen Sie mich zum Acker zurückkehren. Hier beziehe ich mich auf den Agrarwissenschaftler Professor Dr. Windisch, der folgende Gewichtung vornimmt: Teller – Trog – Tank. Was stark verkürzt heißt: Man muss einen Mix aus essbarer und nicht essbarer Biomasse optimieren. Es ist nur das Rind, das diesen Prozess ermöglicht. Fleisch, Milch, Dünger. Alles andere (Verbrennen, Vertanken, Verrotten) ist ineffektiv. Und zudem zerfällt das Methan der Rinder viel schneller als CO2.
Georg Igl
Gars