Der Mensch ist keine Handelsware

von Redaktion

Zum Bericht „Schwere Vorwürfe gegen Spahn“ (Politikseite):

Aus meiner Sicht ist der Begriff „Leihmutterschaft“ unpassend und verharmlosend. Es geht nicht um das Ausleihen einer Mutter, sondern um den Kauf eines Kindes. Denn einschlägige Agenturen bieten an, der interessierten Kundschaft für einen Preis im Bereich von 100.000 bis 200.000 Euro ein neugeborenes Kind zu organisieren, es für sie „herstellen zu lassen“.

Zum Leistungsangebot dieser Agenturen gehört es, Samen und Eizellen einzukaufen, eine künstliche Befruchtung zu organisieren, eine Frau unter Vertrag zu nehmen, die sich gegen Bezahlung schwängern lässt und gebiert, und schließlich die Abgabe des neugeborenen Kindes an die zahlende Kundschaft sicherzustellen.

Unser Land ist gut beraten, solche Geschäfte zu verbieten. Der Mensch ist kein Produkt und keine Handelsware, und kleine Menschen sind es erst recht nicht.

Johannes Schroeter

Großkarolinenfeld

Die Diskussion über die Legalisierung der Leihmutterschaft bringt ja viele Punkte mit ganz gegensätzlichen Positionen. Aus meiner Sicht ist dies in aller Regel ein Geschäftsmodell, das viele unserer gesellschaftlichen Werte beschädigt. Und es wird außer acht gelassen, dass es durchaus gesundheitliche Probleme für die Leihmutter geben kann – durch die notwendige Hormonbehandlung.

Und dann taucht die wichtigste Frage auf: Was ist, wenn ein behindertes Kind auf die Welt kommt? Sind dann die Auftraggeber immer noch bereit, dieses Kind anzunehmen wie leibliche Eltern?

Und bei dem Ehepaar Spahn frage ich noch, wer von den beiden Herren zuerst einmal auf die Berufsausübung verzichtet und sich um das kleine Baby kümmert, wie das wohl notwendig ist. Hoffentlich kommt nicht eine weitere „Leihmutter“ zum Einsatz.

Ich habe ehrlich gesagt Angst, dass hier irgendwie das Phänomen des „biologischen Brutkastens“ entsteht. Die Eizelle wird nach meiner Kenntnis ja sehr oft auch „ausgesucht“. Und warum versucht man nicht, ein Kind zu adoptieren? Hier könnte man vielen kleinen Kindern eine bessere Zukunftsperspektive geben.

Volkmar Döring

Unterwössen

Der erklärte Tenor in nahezu allen Medien: Jens Spahn hat damit Vertrauen in ihn verspielt. Preisfrage: Welches Vertrauen?

Theo Auer

Rosenheim

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