Schiedsrichter verdienen Respekt

von Redaktion

Zum Bericht „Schiri Zwayer: Nichts als Frust bei der WM“ (Sportseiten):

Nach der Fußball-WM möchte ich eine Lanze für die Schiedsrichter brechen. Den Gipfel und sehr befremdlich fand ich den offensichtlichen Täuschungsversuch des Schweizer Spielers Breel Embolo mit seiner Schwalbe beim Viertelfinalspiel Argentinien gegen die Schweiz. Solche Unsportlichkeiten dürfen nicht auf dem Rücken der Unparteiischen ausgetragen werden. Vielmehr müssen Spieler, die bewusst täuschen, konsequent zur Verantwortung gezogen und entsprechend sanktioniert werden.

Ich war selbst viele Jahre als Schiedsrichter im Profi-Eishockey tätig und kenne die Anforderungen dieses Amtes aus eigener Erfahrung. Deshalb bin ich überzeugt, dass die Schiedsrichter bei dieser WM ihre Spiele unparteiisch und nach bestem Wissen regelkonform geleitet haben.

Fehler gehören zum Sport – sie sind menschlich. Die Schiedsrichter jedoch pauschal für Niederlagen verantwortlich zu machen, ist unfair. Besonders gestört hat mich, dass ab den K.o.-Spielen fast jede Mannschaft oder deren Trainer den Schiedsrichter als Sündenbock präsentierte. Das ist schlechter Stil und darf nicht zur Gewohnheit werden.

Die eigentlichen Probleme sehe ich aber eher bei den FIFA-Verantwortlichen. Dort scheinen Machtstreben und Einflussnahme oft wichtiger zu sein als Fairness und die Rückendeckung für die Unparteiischen. Die Schiedsrichter haben meinen Respekt verdient, ohne sie gäbe es keinen fairen Wettbewerb.

Es ist höchste Zeit, dass Spieler, Trainer und Funktionäre wieder mehr Verantwortung für ihr eigenes Handeln übernehmen.

Franz-Josef Trainer

Bad Aibling

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