Armutszeugnis statt großer Wurf

von Redaktion

Zum Bericht „Landtag beschließt Kita-Gesetz“ (Politikseiten):

„Frühkindliche Bildung ist das Herzstück unserer bayerischen Familienpolitik“, so Sozialministerin Frau Ulrike Scharf. Dass es eine Reform des Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes (BayKiBig) braucht, ist unumstritten. Diese Reform – ein großer Wurf? Nein! Zuerst war vonseiten der Regierung Geld für alle Eltern da – jetzt ist für unsere Kitas nichts mehr da.

Es gibt für Kinder, Familien und Fachkräfte definitiv keine Verbesserung ab Januar 2027. Bereits jetzt befinden wir uns in der Kita-Krise mit Ansage. Es gibt erhebliche Engpässe in der frühkindlichen Bildung mit Reduzierung der Öffnungszeiten und Fachpersonalstunden. Notbetreuung, Gruppenschließungen et cetera werden kommen. Sprich, Qualität muss in einigen Kindergärten hintangestellt werden.

Seit Jahren ist der frühkindliche Bereich unterfinanziert und defizitär. Elternbeiträge beziehungsweise die Gebühren hängen, wie bekannt ist, von der Gewerbesteuer ab. Somit wird meines Erachtens „des Bummerl“ an Bürgermeister und Träger mit ihren Einrichtungsleitungen weitergegeben.

Eine Erhöhung der Elternbeiträge ist unumgänglich und wird kommen. Die Kommunen und Städte müssen in Zeiten finanzieller Krisen versuchen, dieses Dilemma irgendwie abzufedern. Der Slogan „familienland.bayern“ ist leider nur ein leeres Versprechen der Regierung, denn in dieser Reform werden Finanzen nur umgeschichtet. Es gibt definitiv nicht mehr Geld für die frühkindliche Bildung in Bayern. Sehr bitter.

Andrea Steiner

Vagen

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