Zum Bericht „Forscher warnt vor massiven Verlierern und nennt brisante Zahlen“ (Politikseiten):
Es kann doch nicht sein, dass die, welche Jahrzehnte in ein bekanntlich marodes System eingezahlt haben, jetzt dafür bestraft werden und uns die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren gestrichen werden soll.
In diesem Zusammenhang werden auch immer die Begriffe wie „schrittweise Steigerung der Lebensarbeitszeit“ verwendet. Hat sich von unseren Politikern jemand ernsthaft Gedanken gemacht, dass die Boomer, welche das in Anspruch nehmen, wesentlich länger als 45 Jahre eingezahlt haben?
Viele haben bereits mit 15 Jahren ihre Ausbildung begonnen und kommen somit bis 65 auf bis zu 50 Beitragsjahre. Wer von unseren Politikern oder der Rentenkommission hier von „Frühverrentung“ spricht, verhöhnt die Lebensleistung dieser Menschen. Noch dazu heißt es in dem Artikel, dass die Lebenserwartung zum Beispiel bei Männern im unteren Einkommenssegment ab 65 unter zehn Jahren liegt. Mit ihrem „sozialverträglichen Ableben“ nach ein paar Rentenjahren unterstützen die Boomer in diesem Einkommenssegment also das System sozusagen auch noch.
Von den Beamten, welche das Zigfache an Pension bekommen und laut Statistik auch noch deutlich länger leben, will ich hier gar nicht sprechen. Diese heilige Kuh wird ja nicht mal ansatzweise angetastet. Aber frei nach unserem Kanzler, dass sich das pöbelnde Volk bis in den Herbst schon wieder beruhigen wird und die Wahlen im Osten dann auch nach seinen Vorstellungen ausgehen werden, kann ich nur sagen: Der Wähler hat hier das letzte Wort.
Markus Obermayer
Prutting