Hilflose Symbolpolitik

von Redaktion

Zum Bericht „Kontrolle läuft mangels Stau ins Leere“ (Regionalseite):

Zuerst kann man sich sicher freuen, wenn unsere bayrische Polizei die Initiative ergreift und das Problem, das unser Rosenheimer Landrat als „da muss jetzt, was vom Bund kommen“, eingestuft hatte, in Angriff nimmt.

Mit der „Wanderkontrolle“ an den Hotspots auf der Autobahn ist es aber nicht getan. Natürlich ist unsere Staatsstraße 2078 zwischen Rosenheim und München „noch“ kein wirklicher Schwerpunkt, dennoch war es interessant zu erleben, wie am vergangenen Sonntag, 9. August, zwischen 13.30 und 16.30 Uhr Karawanen von Fahrzeugen mit Dachboxen, Radlträgern, Wohnwagen und so weiter auf ihrem Weg Richtung München waren. Fahrzeuge, die laut Beschilderung auf der Autobahn bleiben und bei Abfahrt sanktioniert werden müssten. Der erhobene Zeigefinger reicht hier einfach nicht.

Man stelle sich vor, man versuche, mit einem Mitarbeiter der Asfinag über ein Bußgeld zu verhandeln, wenn man an einer Tiroler Ausfahrt versucht, den Stau zu umfahren. Es muss Strafen geben und das muss sich rumsprechen, wenn man unbedingt meint, 400 Kilometer von daheim auf der Rückreise auf die Ausweichroute zu setzen. Die Kontrollen sind zwingend, mindestens zur Ferienzeit am Freitag, Samstag und Sonntag nötig und nicht nur einmal mit einem schönen Pressefoto.

Liebe Politiker, wir haben euch nicht gewählt, um aus der Zeitung zu lächeln, sondern dass Ihr uns Bürger schützt, unsere Bedürfnisse ernst nehmt und für uns kämpft, wenn wir euch brauchen.

Stephan Klimke

Kolbermoor

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