Lösungen von vorgestern

von Redaktion

Zum Bericht „Entlastung beim Strompreis dauert“ (Wirtschaftsteil):

In Südeuropa brennen die Wälder, in Deutschland wird das Wasser knapp. Das Transportrückgrat der deutschen Industrie geht wegen Rekordniedrigwasser in die Knie, in Ungarn wird ein Atomkraftwerk wegen zu wenig Kühlwasser abgeschaltet. Wer immer noch glaubt, Umweltpolitik ist was von den Grünen und schadet der Wirtschaft, lebt auf einem anderen Planeten.

Die aktuellen Lösungen der Regierenden: In Bayern wird das gesetzliche Umweltziel von 2040 auf 2045 verschoben. Das Bundeswirtschaftsministerium sollte die Wirtschaft fördern und tut genau das Gegenteil. Lieber werden 80 bis 120 Milliarden/Jahr zu mehr oder weniger autokratischen Staaten ins Ausland verschoben, als die heimische Wirtschaft auf ihrem Weg in die Energie-Autonomie zu unterstützen. Die CDU ist groß darin, ganze Industrien ins Ausland zu treiben (Solarindustrie unter Altmeier) oder in Zukunft Windindustrie durch Frau Reiche. Das dabei Hunderttausende von Arbeitsplätzen verloren gehen – egal. Das nennt man Wirtschaftspolitik a la CxU. Man hält lieber an Lösungen von vorgestern fest, als von seiner Ideologie Abstand zu nehmen und in die Zukunft zu investieren.

Werner Zehetmeier

Rosenheim

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