Alles andere als ein Karnevalsscherz

von Redaktion

Zum Bericht „Köln verhinderte 500 Abschiebungen“ (Politikseiten):

Wer die politisch-soziale Atmosphäre in Nordrhein-Westfalen seit vielen Jahrzehnten mitverfolgt hat, den überrascht das gar nicht. NRW ist das deutsche Bundesland, welches in der Asylpolitik am meisten links steht und eine Art Vorreiterrolle spielt. Das war besonders ausgeprägt, als NRW noch von der SPD regiert wurde, zeitweise sogar von einer Ministerpräsidentin.

Der berühmte Satz „Wir schaffen das!“ von Angela Merkel löste in vielen Gegenden Deutschlands Empörung aus, aber den Nordrhein-Westfalen war er wie aus der Seele gesprochen. Wenn wieder einmal ein Schiff mit Migranten an Bord in Süditalien landete, waren es Städte in NRW, die als Erste ihre Hände erhoben und ihre Aufnahmebereitschaft erklärten. Wie deutsche Musterschüler.

Zu dieser Haltung wurden die NRW-Bürger auch durch ihre Medien „erzogen“, vor allem durch den WDR-Sender, der in seinen satirischen Comedy-Sendungen keinen Zweifel daran lässt, was brave Bürger im Hinblick auf die Asylpolitik zu denken haben.

Das alles bildet den Nährboden für die skandalöse Nachricht „Köln verhinderte 500 Abschiebungen“, was kein rheinischer Karnevalsscherz ist, sondern ein vorschriftswidriges Verhalten, das den Behörden hohe Kosten verursacht und unser Sozialsystem schwer belastet.

Ulrich Kretzschmar

Prien

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