Gratis-Girokonten – gibt es die eigentlich wirklich? Genau genommen nicht. Denn es gibt keine Bank oder Sparkasse, die sämtliche Dienstleistungen rund um das Girokonto kostenlos zur Verfügung stellt. Das hat es auch noch nie gegeben. Alle Geldhäuser nehmen etwa Zinsen, wenn man das Konto überzieht. Und wenn man mit der falschen Karte an einem fremden Geldautomaten Bares rauslässt, werden Gebühren fällig. Verbraucherschützer sprechen deshalb von „kostenlosen“ Girokonten, wenn diese vier Bedingungen erfüllt sind: 0 Euro monatliche Grundgebühr, kein bestimmter Geldbetrag, der dafür monatlich verlangt wird, 0 Euro für Überweisungen – online oder am SB-Terminal, 0 Euro für die Girocard.
Solche Konten bieten immer noch 40 Banken an – zum Beispiel die Direktbanken DKB, ING-Diba und Comdirect. Auch drei überregionale Banken bieten noch kostenlose Konten: Santander Consumer Bank, Santander Bank und BBBank. Und es gibt nach wie vor eine Reihe von regionalen Banken mit kostenlosen Konten, die man über die Filiale und online führen kann – zum Beispiel Sparda- und PSD-Banken. Einige Banken bieten schließlich kostenlose reine Online-Girokonten an – allerdings keine im Raum München.