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Fondssparen: Ein guter Plan

von Redaktion

Alexandra B.: „Meine Ausbildung habe ich abgeschlossen. Da ich nun etwa 150 Euro monatlich zur Verfügung habe, möchte ich in einen ETF-Sparplan investieren, Laufzeit zehn Jahre oder noch länger. Ich denke da an iShares MSCI World Euro Hedged UCTIS

ETF, ishares Core S&P 500 UCTS ETF oder ishares MDax. Ist das sinnvoll? Oder doch lieber aktiv gemanagte Fonds? Ich würde dies bei Flatex Onlinebanking abschließen oder sollte ich zu einer Filialbank gehen?“

Nach der Ausbildung mit einem Fondssparplan zu starten, ist eine sehr gute Idee. ETF (Indexfonds) sind geeignete Produkte, da diese kostenarm sind. Ein ETF bildet einen Index eins zu eins nach. Auch eine Aufteilung auf mehrere ETF ist bei 150 Euro möglich und sinnvoll. Bei vielen Banken können Sie ab 25 Euro pro Monat mit einem Sparplan starten.

Wichtig ist dabei, dass Sie ohne Gebühren einkaufen können – dies ist bei Flatex für die ishares-Palette meines Wissens nicht möglich. Es würden 90 Cent pro Kauf anfallen, was einer Kostenquote von 1,8 Prozent entspricht. Andere ETF-Anbieter dort bieten die gleichen Märkte kostenfrei an. Auch bei anderen Direktbanken finden Sie Angebote ohne Gebühren.

Ihre Auswahl würde Folgendes bedeuten: Mit einem Drittel sparen Sie in die Industrieländer weltweit. Dabei sichern Sie die Währung ab (Euro hedged). Da die USA einen großen Anteil ausmachen, entstehen Kosten für die Währungssicherung. Mit einem weiteren Drittel konzentrieren Sie sich auf den deutschen M-Dax 50, den „kleinen Bruder“ des Dax mit 50 bedeutenden Unternehmen aus Deutschland, ein weiteres Drittel wird noch einmal in den USA angelegt (S&P 500). Sie gewichten die USA also stark über. Schwellenländer fehlen komplett. Diese Aufteilung ist richtig für Sie, wenn Sie genau diese Betonung von USA und Deutschland wünschen.

Eine weltweite Abdeckung würden Sie über einen weltweiten ETF (MSCI World) sowie einen Schwellenländer-ETF (Beimischung 10 bis 30 Prozent) erlangen. Auf eine Währungssicherung würde ich verzichten. Auf lange Zeit gleichen sich Währungsgewinne und -verluste oft aus, und eine Währungssicherung kostet einfach zu viel.

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