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Sonnige Aussichten für den Dax

von Redaktion

Rekorde sind mittlerweile fast Alltag. Nachdem der Deutsche Aktienindex Dax am Donnerstag für wenige Minuten erstmals die Marke von 13 000 Zählern geknackt hatte und mit 13 002,34 wieder einmal einen neuen Rekord markierte – bevor er wieder ein bisschen absackte – zeigte die große Kurstafel im Handelssaal der Frankfurter Börse am Freitag um 14:01 Uhr ein neues Hoch: 13 036,74. In der Folge hielt sich der Index lange über dieser wichtigen Schwelle. Aber Ende der zweiten Oktober-Woche reichte es doch ganz knapp nicht zum ersten Dax-Schluss von mehr als 13 000 Zählern. Mit 12 998 Punkten war es trotzdem der höchste Tages-Schlussstand in der Geschichte.

Die allermeisten Börsianer sind sich ziemlich sicher, dass der Index nicht kurz-, sondern auch mittel- und langfristig die 13 000er-Marke überwindet. Dazu ist das Umfeld für Aktien einfach zu gut: Anhaltend niedrige Zinsen und damit unattraktive Sparanlagen und Anleihen. Und eine gute Konjunkturlage, in Deutschland, Europa, in den USA und auch in den Schwellenländern. Gerade erst hat die Bundesregierung ihre Prognose erhöht ebenso wie der Internationale Währungsfonds (IWF) bei der Jahresversammlung in Washington. Das beflügelt die Gewinne der Unternehmen und damit auch die Dividenden. Die anstehende Bilanzsaison für das dritte Quartal wird entsprechende Hinweise geben. „Es ist die gute wirtschaftliche Entwicklung, die den Dax treibt“, sagt David Kohl, Chefvolkswirt beim Bankhaus Julius Bär. Zuversichtlich macht ihn auch die fehlende Euphorie. „Es knallen keine Sektkorken“. Die Entwicklung der Kurse sei gut abgestützt. Da ist Luft für weiter steigende Kurse.“ 14 500 Punkte in den zwei Jahren sind Kohl zufolge möglich. Michael Bissinger von der DZ Bank sieht an der Börse einen „freundlichen Herbst“ und den Dax im Sommer 2018 bei 13 500 Zählern. r. obertreis

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