Martin S.: „Ein Bekannter von mir legt einen Teil seines Vermögens in Containermiete an. Können Sie mir dazu Näheres über Chancen und Risiken mitteilen?“
Container erfreuten sich in der Vergangenheit großer Beliebtheit. Es gibt zwei Arten der Investition – zum einen über einen geschlossenen Fonds (Beteiligung) zum anderen als Container-Direktinvestment. Ich vermute, Sie sprechen letzteres an. Dabei kauft der Kunde einen Container, vermietet ihn an das Unternehmen und am Ende kauft die Gesellschaft den Container zurück. Kaufpreis und Miete sind dabei vertraglich vereinbart, nicht aber der Rückkaufspreis. Der Anleger unterliegt den Risiken am Containermarkt, Wechselkursrisiken sowie dem Risiko, dass der Vertragspartner die Miete nicht zahlt. Die Insolvenz eines Containeranbieters im Jahr 2016 zeigt, dass die Risiken durchaus real sind. Letztlich ist es schwer für den Anleger, einen Anbieter „auf Herz und Nieren“ zu prüfen sowie den Containermarkt richtig einzuschätzen. Beides ist aber notwendig, um eine Anlage wirklich zu verstehen. Ich persönlich rate von Beteiligungen dieser Art ab. Die Renditechancen sind mir nicht hoch genug für die Risiken.