Umsatz mit Naturkost steigt auf 10 Milliarden Euro

von Redaktion

Bei Bio-Produkten ist nach Brancheneinschätzung ein Ende des bereits länger anhaltenden Booms nicht absehbar. Die Zahl der Bio-Bauern in Bayern ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen – um zehn Prozent auf 9200 Betriebe. Die Fläche, auf der Bio-Landbau betrieben wird, legte ebenfalls um acht Prozent auf gut 300 000 Hektar zu. Der Öko-Anteil an der landwirtschaftlichen Fläche in Bayern liegt damit jetzt laut Landwirtschaftsministerium bei knapp zehn Prozent.

Der Freistaat ist bei Bio-Lebensmitteln dennoch nach wie vor nicht in der Lage, die heimischen Märkte ausreichend zu bedienen. Die Nachfrage kann nur durch Importe gestillt werden. Landwirtschaftsminister Helmut Brunners (CSU) Ziel ist daher, die Ökoproduktion im Freistaat bis 2020 zu verdoppeln.

Auch die Bundespolitik will den Bio-Landbau voranbringen. Union und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag das Ziel formuliert, bis 2030 einen Öko-Anteil von 20 Prozent zu erreichen. Derzeit liegt er in Deutschland bei 7,5 Prozent der Landwirtschaftsfläche. Mehr als jeder zehnte Hof in Deutschland wird mittlerweile von Bio-Bauern bewirtschaftet (knapp 30 000). 2017 hat der Umsatz mit Naturkost und Naturwaren hierzulande erstmals die 10-Milliarden-Euro-Grenze übersprungen, berichtete der Bund Ökologischer Landwirtschaft (BÖLW) zum Auftakt der Naturkostmesse Biofach in Nürnberg.

Auf der Biofach und der angegliederten Naturkosmetik-Messe Vivaness präsentieren noch bis zum Samstag (17. Februar) 3000 Aussteller aus 93 Ländern ihre Produktneuheiten.  mad/dpa

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