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Der neue Lieblingszucker der Industrie

von Redaktion

Dass gesundheitliche Probleme wie Übergewicht, Adipositas, Diabetes Typ 2 aber auch das erhöhte Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall mit einem hohen Zuckerverzehr in Verbindung stehen, ist vielen Verbrauchern bekannt. Die Gefahr der Entstehung der nicht alkoholischen Fettleber dürfte allerdings für viele Konsumenten neu sein. Diese Probleme werden mit einer immer häufiger zum Einsatz kommenden Zuckerart in den Fokus gerückt. Die Rede ist von Isoglukose.

Für Lebensmittelhersteller ist der Zuckersirup Isoglukose besonders interessant. Er ist im Vergleich zu anderen Zuckerarten extrem günstig und lässt sich besonders leicht verarbeiten. Durch seinen Einsatz können 10 bis 20 Prozent Zucker eingespart werden, was zunächst verlockend klingt. Doch was für den Hersteller lukrativ ist, muss unserer Gesundheit nicht unbedingt zuträglich sein.

Isoglukose wird aus Weizen oder Mais hergestellt. Damit wird ein an sich hochwertiges Lebensmittel zu einem leeren Süßungsmittel degradiert. Die Rohstoffe kommen meist aus Übersee. Isoglukose findet als flüssige Süße in Softdrinks wie Limonaden, aber auch industriell hergestellten Milchshakes, Backwaren, Konserven, Eiscreme etc. Verwendung. Es handelt sich bei Isoglukose um ein Gemisch aus Fruktose und Glukose in einem unterschiedlichen Mengenverhältnis. Wie hoch der Anteil von Fruktose oder Glukose in dem Gemisch des Sirups ist, geht aus der Kennzeichnung nicht hervor. Dabei wäre genau das so wichtig zu wissen.

Ist nämlich der Fruktoseanteil höher, hat die Leber ein Problem mit der Verstoffwechselung. Anders als die Glukose wird die Fruktose in der Leber verarbeitet. Kommen dort zu große Mengen davon an, wird die Fruktose als Energie in Form von Fett direkt in der Leber gespeichert – es entsteht die sogenannte nicht alkoholische Fettleber. Das kann übrigens schlanke Menschen genauso treffen.

Der zugesetzte Fruktoseanteil könnte zwischen 55 und 70 Prozent liegen. Allerdings, so eine Meldung des Max-Rubner-Instituts, wurden bei den bisher eingesetzten Sirupen – allesamt im Verhältnis 55 Prozent Fruktose und 45 Prozent Glukose – keine ernährungsphysiologisch relevanten Unterschiede zu Saccharose festgestellt. Weil es auch andere Dosierungsmöglichkeiten gibt, ist es wichtig, neben der Gesamtzuckermenge die Zusammensetzung des Sirups im Blick zu behalten. Besonders der Konsum größerer Mengen Softgetränke wie Limonaden, aber auch etliche Milchmixgetränke aus dem Handel, Süßigkeiten oder Kuchen bergen möglicherweise ein Risiko.

Fruktose bringen die meisten Verbraucher mit Obst in Verbindung. Da liegt der Zucker allerdings eingebunden in ganz andere Wirkstoffe wie Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, Mineralstoffe, Pektine etc. vor. In diesem Fall dauert die Verstoffwechselung der Fruktose wesentlich länger. Zwei Portionen Obst am Tag sind deshalb nach wie vor unbedingt empfehlenswert. Dagegen werden größere Mengen Fruchtsäfte regelmäßig getrunken als kritisch erachtet. Deutschland kündigte übrigens bereits 2015 eine Reduktionsstrategie an. Bis 2020 soll der Zuckergehalt in bestimmten Lebensmitteln um mindestens 10 Prozent reduziert werden. Einer aktuellen repräsentativen Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen zufolge, wäre die Mehrheit der Verbraucher grundsätzlich aufgeschlossen für staatliche Vorgaben zur Veränderung der Rezepturen. Über 53 Prozent der Befragten fordert explizit die Festlegung produktbezogener Höchstmengen für Zucker, Fett und Salz durch den Staat. Drei Viertel der Befragten wünschen sich gesündere Lebensmittel.

Kuchenboden

Zutaten: 150 Gramm entsteinte Datteln, 200 Gramm gemahlene Mandeln, 50 Gramm Kokosflocken, 100 Gramm Kakaobutter, eine Prise Salz, eine Messerspitze Mark einer Vanilleschote

Zubereitung: Datteln über Nacht einweichen. Am nächsten Tag Mandeln, Kokosflocken, Datteln, Kakaobutter, Salz und Vanille mixen und die Masse gleichmäßig in eine Springform drücken. Kalt stellen. Später beliebig mit Bananenquark oder anderem füllen.

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