Ein geringerer Anstieg der Energie- und Lebensmittelpreise hat die Inflation in Deutschland gebremst. Die Verbraucherpreise wuchsen im Februar um 1,4 Prozent gemessen am Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt gestern in Wiesbaden mitteilte und damit vorläufige Daten bestätigte. Im Januar hatte die Inflation noch bei 1,6 Prozent gelegen und im Dezember 2017 bei 1,7 Prozent. Im Vergleich mit dem Vormonat Januar stiegen die Verbraucherpreise um 0,5 Prozent.
Vor allem teurere Kaltmieten (plus 1,6 Prozent) trieben die Inflation im Februar an. Für Wohnungen geben die Deutschen einen beträchtlichen Teil ihres Einkommens aus. Dämpfend wirkte hingegen der nur leichte Anstieg der Energiepreise: Sie legten um 0,1 Prozent zu, im Januar waren sie um 0,9 Prozent geklettert. Zwar wurde Strom zuletzt teurer (plus 1,5 Prozent), Sprit und Heizöl verbilligten sich aber.
Ferner bremsten geringere Preissteigerungen bei Lebensmitteln die Inflation. Sie verteuerten sich gemessen am Vorjahresmonat um 1,1 Prozent, im Januar waren sie noch kräftig um 3,1 Prozent gestiegen. Während etwa Molkereiprodukte und Eier sowie Obst teurer wurden, verbilligte sich Gemüse stark.
Mit der relativ niedrigen Teuerung steht Deutschland in Europa nicht alleine da. Im Februar lag die Inflation in der Eurozone laut Eurostat bei 1,2 Prozent. dpa