900 Euro – das verbraucht ein deutscher Zwei-Personen-Haushalt im Durchschnitt pro Jahr an Stromkosten. „Mit wenigen Maßnahmen ließen sich 100 Euro oder mehr einsparen“, sagt Boris Demrovski, Experte beim Infoportal Stromspiegel.
-Kühlschrank regeln: In der Regel seien Kühlschränke in Deutschland zu kühl eingestellt, sagt Roman Zurhold von der Deutschen Energie-Agentur. Wer etwas am Regler dreht, kann sparen. „Sieben Grad sind optimal, beim Tiefkühler minus 18 Grad.“
-Geräteeinstellungen: Eine Kostenfalle verbirgt sich in den Einstellungen von Haushalts- und Unterhaltungselektronik, denn der vom Hersteller ausgewiesene Verbrauch bezieht sich auf die Werkseinstellung. Bei einem Fernseher könne allein das Verändern der Helligkeit zu einem zusätzlichen Stromverbrauch von 30 bis 40 Prozent führen, erklärt Martin Brandis von der Energieberatung der Verbraucherzentralen.
-Steckdosenleisten: Der Stand-by-Modus von Geräten kann sich pro Haushalt auf 50 bis 100 Euro Stromkosten im Jahr summieren, erklärt Zurhold. Die Lösung: Nach dem Gebrauch immer den Stecker ziehen oder die Steckdosenleiste ausschalten. Gleiches gilt für Geräte ohne Stand-by-Funktion. „Laptop, Desktop, Ladekabel und selbst die Waschmaschine verbrauchen Strom, auch wenn sie gar nicht in Gebrauch sind“, sagt Brandis. Für neuere Modelle ist das Ausschalten wegen einer neuen EU-Regel oft allerdings nicht mehr nötig.
-Kleingeräte: Trotz EU-Richtlinie ist der Stromverbrauch in vielen Haushalten kaum gesunken. Der Grund: „Smartphone, Tablet, Laptop, Sprachassistenten – wir haben gerne fünf bis zehn Geräte mehr als noch vor zehn Jahren“, sagt Zurhold. Sein Tipp: „WLAN-Verstärker oder Router lassen sich oft so programmieren, dass sie sich nachts abschalten.“ dpa