Katzen sind das Lieblingstier der Deutschen. Rund 13 Millionen leben in deutschen Haushalten. Trockenfutter ist die mit Abstand günstigste Form, um die Tiere zu ernähren. Die Stiftung Warentest hat 25 Produkte unter die Lupe genommen – Markenklassiker wie Brekkies und Kitekat, aber auch günstiges Discounterfutter. Alle bezeichnen sich als „Alleinfutter“, versprechen also, Katzen ein Leben lang rundum mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Die Preise pro Tagesration liegen bei den Testprodukten zwischen 5 und 49 Cent. Basis der Bewertungen war laut Stiftung Warentest die deutsche Durchschnittskatze. Sie lebt typischerweise in einer Wohnung, wiegt vier Kilogramm und ist leicht übergewichtig. Am Tag braucht sie rund 16 Gramm Eiweiß. Das ergibt sich aus den Empfehlungen der Vereinigung europäischer Futtermittelhersteller, Fediaf.
Sehr gutes Futter für 5 Cent pro Tag
Das Ergebnis, das Stiftung Warentest in der aktuellen Mai-Ausgabe der Zeitschrift „test“ veröffentlicht hat: Bereits ab 5 Cent pro Tag ist es möglich, Stubentiger ausgewogen zu versorgen. Vier Produkte erhielten die Bestnote: „Sehr gut“ hat unter anderem das günstige Futter „Bianca“ von Penny abgeschnitten (5 Cent pro Tagesration) sowie „Coshida“ von Lidl (ebenfalls 5 Cent). Etwas teurer, aber ebenfalls mit Bestnote schnitten „Kitekat“ von Mars (15 Cent pro Tag) sowie „Purina One“ von Nestlé ab (22 Cent pro Tag).
Ein Bio-Futter kann der Katze schaden
Schlusslicht mit der Bewertung „mangelhaft“ ist dagegen ein Biofutter: „Das Katzenfutter vom Bio-Bauern Adult Geflügel“ vom Hersteller Defu (43 Cent pro Tagesration). Es fiel in gleich mehreren Prüfpunkten durch. In dem mangelhaften Produkt wiesen die Tester zu wenig Kalium und zugleich zu viel Phosphor nach – die Kombination aus beidem ist schlecht für die Nieren der Katze, heißt es in der Zeitschrift „test“.
Eiweißgehalt muss stimmen
Insgesamt 20 der 25 geprüften Trockenfutter-Mischungen liefern den perfekten Mix, den Katzen brauchen: genug Eiweiß, wichtige Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Die geprüften Futter liefern tierisches Protein meist über Huhn, Ente oder Pute. Den Gesamtgehalt an Eiweiß haben die Futtermittelhersteller aber laut „test“ oft knapp kalkuliert. Das heißt: Bekommt die Katze in so einem Fall zu wenig von dem Futter, ist sie nicht ausreichend mit Eiweiß versorgt. Bei einigen Futtern im Test könne das zum Problem werden – vor allem dann, wenn Herrchen oder Frauchen die auf den Packungen empfohlene Mindestmenge füttern, schreiben die Tester. „Eiweißmangel kann weitreichende Folgen haben: Katzen bauen dann insbesondere Muskeln ab, ihr Fettanteil steigt, sie werden träge“, warnt „test“. Gut zu wissen: Anders als mancher Katzenhalter vermutet, werden in den Futtern keine Lockstoffe verwendet, die Katzen speziell zum Fressen anregen und an bestimmtes Futter binden. Im Labor konnten die Tester keine solchen Aromen-Lockstoffe nachweisen. Auch hohe Zuckergehalte oder Hinweise auf Antibiotika fanden sie nicht.
Futterempfehlung nicht verlässlich
Trockenfutter enthält nur etwa zehn Prozent Wasseranteil. Katzen, die damit gefüttert werden, brauchen deshalb viel Flüssigkeit extra. Auf die Futterempfehlungen der Hersteller sollten sich Halter nur bedingt verlassen: Oft werden zu hohe Mengen angegeben, die Übergewicht bei den Tieren fördern. Ausschlaggebend für die Menge sind neben dem Gewicht der Katze Rasse, Aktivität und Alter: Freigänger brauchen beispielsweise mehr Kalorien als Stubenhocker.
Am besten wiegen Halter ihr Tier wöchentlich, rät Stiftung Warentest. „Ab 200 Gramm Zu- oder Abnahme sollten sie gegensteuern.“ mm