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P&R: Was Anleger jetzt tun können

von Redaktion

P&R gilt als der größte Anbieter von Container-Investments in Deutschland, derzeit bangen rund 51 000 Anleger um mehr als drei Milliarden Euro. Bereits seit vielen Jahren gab es immer wieder auch kritische Berichte zu P&R, unter anderem auch von meiner Seite in dieser Rubrik. Die in Aussicht gestellten Renditen erschienen jedoch vielen so gut, dass sie die Risiken offenbar ausblendeten. Im März wurde das Insolvenzverfahren gegenüber drei Gesellschaften aus der P&R Gruppe eröffnet. Derzeit bemühen sich Michael Jaffé und Philip Heinke als vorläufige Insolvenzverwalter um eine Bestandsaufnahme, was sich aber offenbar schwierig gestaltet. Es ist wohl geplant, die Bestandsaufnahme bis Ende Mai abzuschließen. Auf der Seite http://www.frachtcontainer-inso.de/ finden Sie stets aktuelle Informationen zum Stand der Insolvenz.

Bislang können Sie Ihre Forderungen noch nicht anmelden. Die Insolvenzverwalter werden sich an alle Gläubiger wenden, wenn diese erste Phase der Bestandsaufnahme abgeschlossen ist.

Man bittet ausdrücklich darum, dass die Anleger dieses Schreiben abwarten. Die Fristen, die es später geben wird, werden mehrmonatig sein, sodass Sie alles in Ruhe angehen können. Der Versuch, die Container auf eigene Faust zu veräußern, dürfte nicht von Erfolg gekrönt sein, zumal keine Zweitmarktplattform derzeit P&R Container handelt.

Ich rate Ihnen, eine Erstberatung bei einem Anwalt für Kapitalanlagerecht zu vereinbaren, auch um Sie eventuell in diesem Verfahren zu begleiten. Der Anwalt übernimmt zum Beispiel die Aufgabe der Fristenwahrung und Einforderung von beweiserheblichen Dokumenten wie beispielsweise solchen, die das Eigentum an konkreten Containern bestätigen.

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