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Lohnt ein Mischfonds als Geldanlage?

von Redaktion

Der angesprochene Fonds zählt zur Gattung der Mischfonds, ausweislich der wesentlichen Anlegerinformation wird er der Risikoklasse 4 (von 7) zugeordnet. Sie hätten also ein „mittleres Risiko“. Die Quote der aktienbasierten Anlagen ist dabei auf 70 Prozent begrenzt. Das Fondsmanagement legt bestimmte Nachhaltigkeitskriterien zugrunde. Die laufenden Kosten sind mit 2,08 Prozent pro Jahr relativ hoch für einen gemanagten Fonds. Der Ausgabeaufschlag beträgt derzeit drei Prozent (maximal sind sechs Prozent möglich). Das bedeutet, wenn Sie beispielsweise 50 000 Euro anlegen möchten, zahlen Sie zunächst 1500 Euro Gebühren. Diese muss der Fonds zunächst einmal wieder verdienen. Die Rendite lag 2017 bei 4,1 Prozent, 2016 bei 0,1 Prozent. In der wesentlichen Anlegerinformation ist für einige Jahre, so auch für 2016, der Hinweis vermerkt, dass der Fonds in einigen Jahren anders ausgestaltet war. Diesen Punkt sollten Sie sich erläutern lassen – Sie möchten ja eine berechenbare Anlagestrategie. Der Fonds ist von Morningstar mit drei von fünf Sternen, von Scope mit einem C bewertet. Beide Ergebnisse sind als „mittel“ zu bewerten. Ob der Fonds für Sie und Ihre persönliche Anlagesituation geeignet ist, vermag man ohne Kenntnis Ihrer Risikobereitschaft und vollständigen Vermögenslage nicht zu sagen. In keinem Fall rate ich Ihnen zu einem größeren Investment, ein solch teurer Fonds eignet sich maximal als Beimischung, sollten Sie das Thema „Nachhaltigkeit“ über einen Mischfonds abbilden mögen. Sollten Sie sich für einen Kauf entscheiden, können Sie den Ausgabeaufschlag vermeiden, indem Sie den Fonds über eine Regionalbörse statt über die Fondsgesellschaft einkaufen. Dann werden nur die „normalen“ Spesen für einen Wertpapierkauf fällig, die deutlich niedriger sind. Setzen Sie dann aber bitte ein Limit beim Kauf, um einen ungünstigen Kurs zu vermeiden.

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