Wer ein Testament verfassen möchte, kann die Hilfe von Online-Diensten in Anspruch nehmen. Der Nutzer füllt einen Fragebogen aus und erhält eine Testamentsvorlage aus Textbausteinen. Die Stiftung Warentest warnt jedoch: Auf von Webseiten erstellte Testamentsvorlagen sollte man sich nie allein verlassen.
Rechtssichere Vorlagen
Die Stiftung Warentest überprüfte fünf Portale und spielte jeweils drei Beispielfälle durch. Das Ergebnis: Drei Portale erstellten rechtssichere Testamentsvorlagen (Afilio, Smartlaw und Janolaw). Dies bedeute jedoch nicht, dass die Vorlage auch brauchbar für den Kunden sei. Die Dienste informierten nicht eindeutig darüber, für welche Fälle eine Vorlage geeignet ist und wann nicht. Das Versprechen, ein optimales Dokument wie beim Anwalt zu bekommen, könnten die Portale entgegen ihrer Werbung nicht einlösen. Über rechtliche Fragen informierten Afilio und Smartlaw am besten, Afilio am verständlichsten.
Spezialfälle für den Fachanwalt
Die Stiftung Warentest weist auf wichtige Spezial-Konstellationen hin, die für die Regelung des Erbes entscheidend sein können und die ein Fachanwalt für Erbrecht oder ein Notar kennt – auf die Online-Portale aber in der Regel nicht hinweisen. Auch bei größeren Vermögen empfiehlt sich die Konsultation von Fachleuten. Die in den Vorlagen verwendeten Bausteine könnt aber in einfachen Fällen als Formulierungshilfe dienen. Wichtig: Ein Testament muss immer handschriftlich verfasst und unterzeichnet sein. Der Ausdruck einer Vorlage plus Unterschrift ist unwirksam.